Die Inflation. Wertverlust, materiell wie ideell.

Die Inflation der Dinge führt meiner Meinung nach zu einem voranschreitendem Verlust von Idealen, also Lebenseinstellungen, die das Erscheinungsbild ausmachen.
Das liegt vor allem daran, dass wir unser äußeres dadurch definieren, was wir haben, also wirklich haben und nicht , so wie es vor einiger Zeit vorherschend der Fall war, wie wir uns gegenüber unserer Umwelt verhalten. Noch dazu ist die Umwelt an sich immer bedeutungsloser , wenn wir unser ICH durch materielles ausdrücken, verändert dieser Materialfluss doch ebenso unsere Umwelt.
Dieser fatale Materialismus führt zu einer Abstumpfung des allgemeinen miteinanders und lässt uns zu Konsumenten werden, die nur noch dafür Leben ihr äußeres zu veredeln.
Würden wir im umgekehrten Sinne nicht nach dem gehen, was jemand besitzt, sondern nach dem, wie sich jemand verhällt, dann hat das den positiven Nebeneffekt, dass wir unser äußeres und unser inneres bewegen, formen und veredeln. So wird der Mensch volkommen und nicht durch Äußerlichkeiten die wir uns auftragen, als Schild gegen das eigene innere.
So verblendet sich der Mensch auch sein eigenes Inneres und wird Inhaltslos und leer. Das wiederum kann zur Unzufriedenheit mit sich selbst führen, weil man anscheinend keine Perspektive hat und keinen Lebensinhalt.
Wieso die Menschen sich dazu entschlossen haben inflationär zu leben, also entwertend, liegt einerseits an der Schnelllebigkeit der Welt. Sie hat keine Zeit jemanden kennen zu lernen, um so an seinem Aufreten und seinem Charakter festzustellen wie er wirklich ist. Es ist vom Vorteil , wenn man auf dem ersten Blick sieht wie jemand sich geben will. Diesen Vorteil nutzt der Kluge Täuscher und biegt sein Äußeres so zurecht, dass es dem jenigen, der einen Betrachtet optisch gesehen anspricht, erstaunt oder beeindruckt.
Wir reden hier andererseits jedoch nicht nur vom ersten Eindruck, nein, es ist ein Bild, praktisch eine unwiederrufliche Charakterisierung einer Person. Auch das bringt Vorteile, da man sich anscheinend viel leisten kann, ohne dass man sich wirklich so verhalten muss, wie man es vorgibt zu sein. Der Nachteil liegt dort, wo der Mensch lebt, der sich dem Trend nicht anpasst und somit rausfällt aus dem Raster der Popularität und somit für ewig gebrandmarkt bleibt und keine Chance hat seinen festgelegten Charakter zu verlassen.

Diese Methode macht den Nächsten zu deinen Charakter und so wird es unglaublich wichtig, dass man positiv auffällt, was doch dazu führt, dass man nicht mehr für sich lebt, sondern für den nächsten.
Hört sich zwar einerseits sehr sozial an, wenn man an den nächsten denkt und für ihn handelt, lässt jedoch darüber hinweg täuschen, dass derjenige sein Individuum verliert , was die schon angesprochenen Nebeneffekte haben kann.

Wieso sieht der Mensch jedoch nicht diese eindeutige Fallen in die er sich selbst verrennt ? Dies sind die Folgen von Egoismus.
Die Anpassungsfähigkeit wird hier zu Primus und diese Fähigkeit hat praktisch keine großen Voraussetzungen, außer den weiten Blick über die Dinge und einen gewissen Ergeiz. Wir werden dadurch, dass wir uns nicht mehr unterscheiden von anderen , Teil eines Systems , welches Gleichheit bedeutet. Zwar Gleichheit auf einer sehr oberflächigen Ebene , jedoch eine Chance, die sich nicht allen bietet, bzw. die nicht alle anstreben.
Diese Gleichheit ist eine Möglichkeit Erfolg zu haben, da man vom Image, oder Bild , der gesamten Gruppe profitiert. Ebenso kann man vom anderen profitieren, der versucht sich dem Bündniss anzuschließen und so, praktisch als Beweis seiner Loyalität zum Bild, Opfer oder Symbole setzen muss, um sich dem ganzen anzupassen.
Zuletzt profitiert natürlich auch der Lieferant der Statussymbole und der Materiallieferanten. Da kann eine ganze Industrie von leben. Wirklich brauchen tun die Menschen es zwar nicht und wie wir sehen , können sich viele den Konsumstandardt garnicht wirklich leisten, aber ein Paar Menschen haben bestimmt viel Geld gemacht.

Diese blinde Talfahrt wird nun wohl weiter gehen, bis sie sich selbst zerstört hat und der Mensch wieder auf der Suche nach dem ist, was ihm Freude bereitet, sollte es auch nur wieder der Konsum sein.
Ein Zusammenstoß war die Finanzkriese, ein weiterer die steigende Selbstmord und Attentäter- Rate. Wie lange man noch frohen Mutes durchs Minenfeld laufen kann ist ungewiss, aber es wird ein Ende geben, oder zumindest eine Besinnung und damit ein neues Zeitalter, wenn man es denn so sehen will.

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