Unser Schulsystem

Ein Stützpfeiler unserer Kultur und unseres Bestehens ist die Schule. Sie ermöglicht systematisch das Weitergeben von Informationen, welche von wenigen gebildet wurde, von vielen jedoch anerkannt worden ist, so wertig zu sein, dass man sie weitergeben sollte.
Würde man diese Instutition nicht besitzen, dann könnte nicht jeder das selbe Recht auf Bildung haben, weil nicht jeder an die selben Informationen kommt.
Das ist der Grundgedanke. Weiterhin ist die Schule auch ein charakterformendes Instrument, welches den jungen Menschen, welcher in seiner Entwicklung auch die wesentlichen Charakterzüge bildet von der Schule Unterstützung in die „richtige“ Richtung bekommen soll. Richtig ist hier in Anführungszeichen gesetzt, weil auch diese Meinung von wenigen entwickelt wurde, und von vielen Akzeptiert wird, weil sie bestimmte Werte und Normen erfüllt, die uns instinktiv richtig vorkommen oder auf Logik basierend richtig sind.
Die Schule tut noch ein drittes. Sie bewertet die Leistung eines jeden Menschen und spiegelt die Leistungen des Individuums, damit dieses einen Beweis angetreten hat, den er dann in schriftlicher Form vorzeigen kann. Er müsste, würde es die Schule nicht geben, diesen Beweis immer wieder antreten, da es keine andere zentrale Stelle gibt, die in der Gesellschaft so hoch anerkannt ist wie die Institution Schule.
All das versucht unser Schulsystem nun zu bewältigen. Natürlich kann ihr nicht alles gelingen, weil diese ganzen Aufgaben gleichzeitig auf einen Standard gebracht werden müssen, damit Leistungen vergleichbar bleiben ( Vergleiche einen Gesamtschul – Gymnasiasten mit einem Gymnasium- Gymnasiasten ) und auch individuell bleiben, damit niemand auf Grund von falschen Vorgaben sein Potential nicht ausschöpfen kann.
Die Politik strebt dabei , meiner Meinung, etweder in die eine oder in die andere Richtung. Im Moment scheint es eher so, dass die Schüler einen gewissen Standardt ereichen sollen, damit sie im internationalem Blick vergleichbar gut sind. Diese zentralen Prüfungen laufen alle nach dem selben Shema ab um dem Arbeitgeber zu beweisen, dass jeder der mit einer 2 aus dem Abitur geht, auch die selben Voraussetzungen bietet. Aber wem nützt das ?

Vornehmlich nützt das den Firmen und der Massenverwertung, jedoch nicht der Inovation und der Wissensbildung. Ist nämlich jeder Standardt, dann funktioniert zwar alles, so wie vorgegeben, die individuellen Neigungen jedoch müssen den Vorgaben weichen. Und so wird vieleicht die Wirtschaft gestärkt, der Mensch jedoch außer Acht gelassen.
Das ist traurig, da vor allem Deutschland, bestimmt nicht dadurch zum Exportweltmeister geworden ist, weil er so günstig Kohle fördert oder so effizient Baumwolle pflücken kann. Nein er wurde so wie er ist, weil er technisches, geistiges und künstlerisches Know-How entwickelt hat.
Man kann in einer schnellen Welt nur dann überleben, wenn man schnell agiert und nicht auf einem Level bleibt.
Wer nun argumentiert, dass in diesem Abschnitt des Lebens alles auf einem Level bleiben sollte, damit jeder die selben Chancen hat, dann appeliere ich an diejenigen, die Massenhaft durchs Abitur fallen, weil sie ihre Intelligenz nicht einsetzen können, auf Grund von schlechten Veralgemeinerungen, die immer einer gewissen Beschneidung im Wissen und in der Kreativität unterliegen, und bösen Aufgabenstellungen, die mal so oder mal so verstanden werden.
Ein Auswertungsbogen kann die Individualität des Schülers nicht bewerten und ein Lehrer darf es nicht mehr.

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