Woher wir wissen, was wir wollen.

Das Verlangen nach eigener Erfaltung soll im Menschen so tief liegen, dass es seit seiner Geburt geprägt wird. Die großen Wünsche werden also in einem Alter gebildet, in dem es nicht möglich ist vernünftige Abwägungen zu machen, ob das Gewünschte sich wirklich als Gewünschtes offenbart.
Zumindest wenn man vom logischen Standpunkt aus betrachtet, dass ein Feuerwehrauto als 7 jähriger eine tolle Sache wäre, so ist es mit 43 doch eher unhandlich und nicht haltbar.
Aber ist ein Wunsch denn dann immer unlogisch ? Nein, sage ich, da der Wunsch an sich nicht der Logik obliegt, oder vlt. sogar die Logik in diesem Fall einer so starken Schwankung unterliegt, dass sie sich selbst nicht mehr gerecht wird.
Als Beispiel sei das Feuerwehrauto genommen.
Ein Bänker, der in Frankfurt in einer 2 1/2 Zimmer Wohnung zur Miete wohnt wird kaum Freude daran haben, ein Rettungssanitäter mit Haus in den Vororten von Hamburg jedoch hat gute Chancen eventuell diesen Traum real werden zu lassen.
Der Traum an sich , oder der Wunsch ist also ein Ausdruck vom gebildetetem Interesse oder besser noch eine impulsive Auswahl, die wir bei einem überreichem Angebot auswählen.
Dadurch, und durch die Fähigkeit unser Leben zu gestalten führt zu einer Ausrichtung an dem Wunsch und an dem Willen. Hätten wir nicht die Fähigkeit zur Entscheidung, also die Fähigkeit zu bestimmen, was unser innerstes am sehnlichsten wünscht, dann werden wir ziellos, dann können wir auch nichts schaffen, dann sind wir nicht mehr Mensch.
Die Welt ist voll von solchen, die keinen inneren Wunsch mehr haben.
Wie kann das passieren ? Es liegt vieleicht an dem Überangebot, welches eine Auswahl erschwert oder unmöglich macht. Eventuell entscheidet man sich auch und kann diese aber nicht verfolgen, weil wir von jeder Seite mit Vorschlägen vollgepumpt werden; mit Vorschlägen und Konventionen.
Es gibt Richtlinien, Gesetze und moralische Verhaltensweisen. Diese sind unangefochten Sinnvoll. Aber ein Trend, ein Gruppengefüge und ein massenmarktorientiertes Geschäftsmodell verschleiern das eigene Wunschbild. Diese Dinge drängen an ihre Stelle und möchten dort auch möglichst lange bleiben. Alles im Sinne des Kapitalisten.
Die Frage ist, ob wir mit der Ersatzbefriedigung noch als Mensch gelten, oder als Ersatzmensch, der nach Anleitung kocht, arbeitet, träumt und atmet.

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