Gewagte These

Sicherlich ist das folgende nur eine Idee ohne Nachweis. Ich kann nur annehmen, dass Menschen mit einem Hang zur sozialen Inkopetenz auf Grund von erzieherischen Maßnamen, dem Umfeld und oder dem gebildetem Charakter, sich eine Schutzbehauptung einfallen lassen um eben den eigenen Umstand des Versagens und des eben unerfüllten Anspruchs zu verschleiern.

Diese Schutzbehauptungen sind entweder ein ausgeprägter Humor, der besonders in Entscheidungssituationen auftritt, eine Abneigung gegenüber den anderen Menschen, die sich nicht in einem engeren Bekanntenkreis befinden, wobei die Einteilung dabei willkürlich ist, oder ein Gefühl von Übermenschlichkeit, was die eigene Inkompetenz einfach nur als höhere Entwicklungsform darstellt, meist im Zusammenhang mit einer oder mehrerer Theorien zu einem alternativen Verhaltensbild.

Es ist sehr wahrscheinlich, dass der Betroffene sogar davon weiß, weiß er halt auch das er die Ideale seines Zeitgeistes nicht erfüllen wird. Das diese Tatsache in nicht weiter bekümmern ist jedoch nicht nur den Schutzbehauptungen zuzuschreiben, sondern einer mitschwingenden desozialisierung, die ihn das anerzogene Verhalten mit Mitmenschen vergessen lässt. Es wird schwierig für ihn zu kommunizieren oder sogar mit mehreren Menschen gleichzeitig im unmittelbaren Kontakt zu stehen.

Diese Merkmale können sich direkt auf das sonstige Leben auswirken, da es Möglichkeiten privater und evtl. sogar entscheidungstragender Natur einschränkt. Indirekt sind auch andere Bereiche durch die Verhaltensmuster des Meidens und Zurückhaltens betroffen, die dazu führen, dass zwar eine starke Tendenz zur Spezialisierung vorliegt, diese aber nicht eintreten muss und eben alle anderen Möglichkeiten entfallen.

Menschen die so veranlagt sind, entwickeln ein ungesund pessimistisches Verhältnis zu zukünftigen Ereignissen. Ihre Welt soll eben auch zeitlich gesehen nah sein und deswegen denken sie zwar vor und machen auch Pläne, aber deren Ausführung scheitert meist an der Unfähigkeit diese Pläne zum einen auch auszuführen und zum anderen die genaue Versetzung in die eigentlich alltägliche Situation. Dadurch kann der so geartete Mensch realitätsfremd planen und auch vor allem, weil er es sehr oft machen muss, diese wieder zum Ende bringen, auch weil er sich danach sehnt.

Über alles was er meidet hat er auch trotzdem Angst vor Verlust von etablierten Konstanten, die evtl. sogar einen temporären Fortschritt hinaus aus der jetzigen Lage bewirkt haben. Eben diese Angst davor bewirkt dann oft, im Zusammenhang mit der Grundhaltung einen Verlust der Konstante, die den Erfolg und die Beständigkeit dem Menschen weg nimmt.

So bleibt ihm nur noch an was er sich erinnern kann und gerade das schmückt er aus in solch blendend positiven Facetten, dass er auch die realistische Sichtweise darauf verliert.

So wird aus dem Menschen in einem langsamen , stetigen Prozess ein Extremist, der keine Vergleichsmöglichkeiten, keine Interaktion, keine realistische Reflektion und keine Perspektive hat.

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