Zwei Fragen

Stellen sie sich ein Leben voll, welches völlig verschieden ist von dem, welches sie jetzt zu dieser Zeit zu leben führen. Dieses andere Leben ist dadurch unterschieden, dass sie es in keinster Weise mit ihrem jetzigen vergleichen können, außer mit dem Argument des Ortes, denn es soll ebenso auf dieser Erde, in ihrem Land und in ihrer Stadt geführt sein.

Der Unterschied, welches der dramatischste von diesem wäre, der ihnen jedoch als angenehm erscheinen würde, wenn sie nicht weiter darüber nachdenken, ist der, dass sich alles in einem Gleichgewicht befindet, also dass sie keinen Anhaltspunkt finden für ein zukunftsloses und verschwenderisches Leben, welches im Begriff scheint die Probleme, die sie selbst verursacht zu übersehen und fanatisch in ein vorhersehbares Ende laufen. Nein, solches eben soll ihr anderes Leben nicht beeinhalten. Sie sind davon völlig losgelöst und beschäftigen sich nicht damit.

Die Frage die ich ihnen jetzt stellen mag, die Frage, auf die diese Vorstellung beruht ist folgende : “ Würden sie es für möglich halten, dass sie sich in diesem neuen Leben , welches eben so erscheint wie sie es gerade gehört haben, eventuell dafür sorgen wollen dass dieses nicht mehr ist ? “

Das zu fragen scheint mir deshalb wichtig und bis heute unbeantwortet, weil es doch nicht verständlich ist, wieso der Mensch eben dieses angestrebte Gleichgewicht stören sollte, ist es doch lebensfeindlich , gar menschenfeindlich und damit selbstzerstörerisch. Aber eben dieses ist ja geschehen. Glaube ich meiner Überzeugung, gab es eine Zeit ohne den Menschen und es gibt eine Zeit mit dem Menschen in seiner Form, wie wir ihn heute auch als Mensch sehen würden. Die gestalterischen Züge, die eben in diesem Ausmaße nur der Mensch besitzt, führten zum jetzigen System, welches sich dahin entwickelt, dass wir lebensfeindlich uns selbst gegenüber stehen. Dabei ist nicht zu verdammen, dass der Mensch gestaltet, also eine seiner Fähigkeiten oder eben die charakteristische Eigenschaft, als Lebewesen, weil dies wieder lebensfeindlich wäre, sondern zu hinterfragen wieso es dazu kam.

Eine zweite Frage würde wohl sein , ob ihnen eine Welt , welche so unterschiedlich von dieser ist, die sie heute als eine ansehen würden , welche ursprünglich und natürlich wirkt, als natürlich vorkommen würde und sie sie akzeptieren oder die gestalterischen Machenschaften des Menschen wieder verurteilen und die künstliche Welt, die funktioniert, aber eben in ihren Augen künstlich ist vernichten um ihren Idealen zu folgen.

Auch das ist eine wichtige Frage. Ist es doch ein Hinweis wo wir zu suchen haben, wenn wir in einem Zustand gelangen wollen, in dem ein Mensch sein auf Dauer überhaupt möglich ist. Auf die Zeit nämlich können wir am allerwenigsten bauen. Sie ist ein untreuer Partner.

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