Theoretische Philosophie , Zusammenfassung

1) Platon 427 v Chr.

Ontologie : Platon entwickelte eine Zwei-Welten-Lehre. Er ging davon aus, dass alles was ist, nur ein Abbild dessen darstellt, was er als ideales Muster oder Urbild betrachtete. Dieses Ideal war die Idee. Sie ist unveränderlich und vollkommen. Anschaulich stellte er diese Lehre mit mehreren Gleichnissen dar. Eines davon bildete das Sonnengleichnis. Es vergleicht die Sonne , welche die Dinge bescheint mit dem absolut Guten, welches dem Menschen es ermöglicht die Wahrheit, also die Idee zu sehen. Der dabei gebildete Schatten ist die Unwahrheit oder auch das verschwommene, eben die Sinneseindrücke. Ein weiteres Gleichnis ist das Liniengleichnis , in dem er alles was ist einteilt in das sichtbare, erfahrbare und das, was seiner Meinung nach näher an der Realität liegt, was nur der Verstand erfassen kann, nämlich die Idee. Beide Gleichnisse werden wieder aufgenommen im Höhlengleichnis, welches die Sonne als absolut Gutes beinhaltet und als Gipfel der Wahrheit und auch die Idee der Einteilung von Erfahrbarem und Wahrem.

Epistemologie : Platon nach erschließen wir Wissen durch ein systematisches Erinnern an das, was wir ohnehin schon als Gedanken in uns tragen. Diese Idee beruht darauf, dass die Seele , welche unsterblich schon alle Ideen erfahren hat, sich nun nur noch daran erinnern muss, was Wahrheit ist und was nur Verdunklung durch die Sinneserfahrung. Diese Wesensschau besteht aus 5 Stufen , welche vom erkennen der Unmöglichkeit einer Annahme, zum Erinnern führt und über das erneute Prüfen dieser Annahme zum letztendlichen Wissenserwerb führt.

2) Aristoteles 384 v. Chr.

Ontologie : Aristoteles teilt das , was ist, ein in die Substanz und seine Eigenschaften. Dabei ist die Substanz etwas unfassbares und nicht erfahrbares, welches jedem Ding zu Grunde liegt. Die daran haftenden Eigenschaften sind zum einen notwendige und zum anderen veränderliche Eigenschaften.
Weiterhin gibt er noch Auskunft darüber , dass die Dinge Veränderungsprozesse durchlaufen können. Die Ursachen für diese Veränderungen sind durch 4 Kategorien bestimmt. So hat alles was ist eine Materialursache, eine Formursache, eine Wirkungsursache und eine Zielursache. So besteht also alles aus einem Material, wobei A. davon ausgeht, dass es deren vier gibt und dass diese wiederum aus einem Material hervorgehen. Das sind zum einen die Grundelemente Feuer, Wasser, Erde und Luft und zum anderen das Urmaterial, das erste Material, aus dem diese entstehen können. Jedes hat auch eine Form, also ein charakteristisches Sein im Raum. Dann gab es noch einen Beweger, bzw. eine Wirkung die auf das Material ausgeübt wurde und ein Ziel, also ein Status, zu dem das Wirkende das Material bewegt.
Veränderung kann laut Aristoteles eine quantitative , qualitative, substantielle oder Ortsveränderung sein. Allen Dinge sind diese Veränderungen inhärent, bilden aber nach der Veränderung ein Endprodukt.
Weiterhin ist zu den vier Elementen noch hinzuzufügen , dass sie vier Ureigenschaften besitzen, die sich jeweils zwei Elemente teilen können. So sind Feuer und Luft beide warm, Luft und Wasser beide feucht, Wasser und Erde beide kalt und Erde und Feuer beide trocken. Jedes der Elemente kann in sein nächstes Übergehen, wenn sie sich jeweils eine Eigenschaft teilen. Auch ist ein jedes Element seinem natürlichem Ort unterworfen, welcher für die Erde und das Wasser zum Erdinneren führt und für die Luft und das Feuer zum Kosmos, also nach oben.
Auch Aristoteles vertritt dabei eine Zwei-Welten Lehre, die auch wie Platon das unveränderliche enthält und das veränderliche. Nur ist seine Vorstellung eine auf das Sichtbare angepasste, da es sich um Phänomene handelt, die eingeteilt werden. Die Lehre gestaltet sich aus dem supralunarem , also außerirdischem und dem sublunarem, also dem was auf der Erde ist. Das supralunare bildet dabei alles Unveränderliche ab und das sublunare das Veränderliche. Eingeteilt ist das irdische nochmal in natürliches und widernatürliches. Die beiden Begriffe unterscheiden sich darin ob es sich um eine von Natur aus gegebene Konstante handelt oder um ein durch Menschen gemachtes Phänomen.

Epistemologie : Aristoteles Art an Wissen zu gelangen ist maßgeblich durch Erfahrbares bestimmt, also durch die Sinneseindrücke und damit grundlegend anders als die Art von Platon. Am Anfang, wenn der Sinneseindruck gesammelt ist, fängt man im nächsten Schritt damit an sich an dieses zu erinnern. Daraufhin ist es noch möglich die Erinnerung gewissen Phänomenen zuzuordnen. Diese Verknüpfung von Ursache und Wirkung ist bereits als Wissen zu bewerten. Weiterhin lassen sich diese Verknüpfung verallgemeinern auf mehrere Phänomene. Es lassen sich also Prinzipien ablesen und Methoden erfahren. Zuletzt entnimmt man diesem wissenschaftlichen Wissen die ersten Prinzipien, welche keine Aufteilung in andere mehr erfahren können und erhält das philosophische Wissen, welches über allem anderen steht. Möglichkeit für das finden solcher Prinzipien ist das Sammeln von Vorschlägen, das Prüfen dieser und das Erkennen der Konsequenzen, die durch die Logik entstehen . Dann werden die sinnlosen Vorschläge verworfen und die einzig sinnvolle Möglichkeit beibehalten. Aristoteles geht also davon aus, dass es nur ein sinnvolles Prinzip gibt, wenn es um Wissen geht. Die Problematik entsteht nun beim finden der ersten Prinzipien, da die Reduktion entweder endlos weitergehen kann ( A beruht auf B , aber worauf beruht B ? ) , sie sich im Kreis dreht ( A beruht auf B und B beruht auf A ) oder konsequent und eigenmächtig ohne nähere Erläuterung ein Abbruch der Reduktion beschlossen wird ( A beruht auf B ) . Aber gerade diese beherrscht das Wissen von Aristoteles, das auf so genannte Axiome baut, also auf Wissen, das durch sich selbst begründet wird.

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