Die Abwürdigung

Wenn mein Streben nach etwas anderem jemals begründet war, dann ist es wohl der Wunsch gewesen nicht mehr das zu sein, was ich bin. Dieses Streben aber, dieser Selbstverat, nimmt mir jede Grundlage auf der ich überhaupt etwas aufbaue. Sicherlich gibt es Motive , die begründen können, wieso ich mich auf dieses Streben einlasse, auch welche die gut strukturiert sind und die über andere Argumente und der Logik gestützt ganz genau erklären, warum ich das andere erstrebe, aber ich verliere mich selbst dabei. Es gab nämlich was vor dem Streben. Das Leben begründet nicht darauf. Das Streben ist nicht angeboren, es ist erlernt oder es macht nur einen kleinen Teil aus.
Ich verliere mich selbst und erhalte das neue. Die Vereinigung von beiden, löscht eines der beiden aus oder bestätigte das, was ohnehin schon war. Das Streben also, löscht das alte.
Ich will nicht mehr müssen. Das „muss“ ist die unverträglichste Eigenschaft, die ich mir angewöhnt habe. Ich bin nicht frei und wenn ich es einmal war, dann tötet jeder Versuch wieder dorthin zurück zu finden, die Erinnerung daran.

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