Quicky 122

Ich wurde erzogen in einer Atmosphäre der Angst. Die Waffen waren emotionale Abhängigkeit und Verbote. Verlangt wurde Normalität und Erfolg. Individualität wurde ignoriert und nicht gefördert. Ich soll ein Abbild meiner Erzieher werden.

Diese Vision ist seit über 10 Jahren gescheitert. Sie hat einen Bruch bekommen und wurde seitdem so unzuverlässig vorgelebt, dass ich in ihr keinen Halt finden konnte.

Die Reflexe eines sozialen Tiers wie dem Menschen haben mich in Situationen bewegt, in Sackgassen, die nicht die meinen sind. Vermischt mit den Artefakten dieser Erziehung bilden sie eine nach außen gerichtete Fassade, die viele mit meinem Namen verbinden. Meine Persönlichkeit oder vielmehr meine Persönlichkeiten, die so nach außen scheinen sind aber ebenso ohne Halt, da sie außer Reflex und kümmerlicher Erziehung keine Grundlage haben.

Ein Mensch wie ich wird leicht durch das Leben gehen, wenn er diese drei Abschnitte ignoriert und mit seinen kümmerlichen Persönlichkeiten und immer weiteren Fassaden immer wieder anfängt und versucht. Er wird sich vormachen zu wissen, etwas zu können und etwas getan zu haben. Dringt aber nur eine Winzigkeit von Realität der vorangehenden Abschnitte in sein Bewusstsein, in mein Bewusstsein, dann kann ich absolut nichts davon behaupten, absolut gar nichts.

Ich fühle mich in ein verpfuschtes Leben ein, an dem ich nichts zu ändern vermag, als es auszuhalten.

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