[…] und den Menschen ein wohlgefallen…

Was ist dieses Jahr alles so passiert? Es gibt so ein Paar Dinge und ich würde sie gerne aufschreiben, damit ich vielleicht ab jetzt jedes Jahr für jedes Jahr eine Übersicht habe und der Blog (Tagebuch) seinem Namen gerechter wird.

Im Frühjahr hat noch das alte Semester seinen Abschluss gefunden. Es war nicht viel, was ich machen musste, hauptsächlich zwei Arbeiten schreiben und zwei Vorträge halten, damit ich alle Credits für die Masterarbeit zusammen habe.

Auch im Frühjahr, aber fast schon im Sommer war ich mit Freunden Wandern gegangen und damit das erste Mal richtig wandern.

Im Jahr selbst habe ich mir meine ersten Laufschuhe gekauft und gemerkt, dass ich ganz gut laufen kann. Ich habe auch gemerkt, dass ich mehr Gehe und Laufe als dass ich das Bedürfnis hatte mein Fahrrad zu reparieren.

Auf der Arbeit ist mir aufgefallen, dass in der Belegschaft sehr viel Fluktuation herrscht. Leider vor allem in meinem Team, dass daraufhin immer kleiner wurde und sogar seinen Team-Leiter verlor. Das Team, dass jetzt noch da ist, ist dann auch noch aufgeteilt worden.

Mein Geburtstag habe ich versucht sehr einfach zu halten und meine Umgebung (ein ganzer Park direkt nebenan) zu nutzen. Nicht bedacht habe ich das suboptimale Wetter, dass eher kühl, nass und wolkig war. Mir hat ein bisher guter Kollege enorm weitergeholfen, indem er mir spontan eine ganze Sitzgarnitur + Zelt lieh.

Ich bin mit Freunden im Wald gewesen und habe eine Mischung aus Wandern und einem interessanten Hobby (Pilze sammeln) ausprobiert. Das unter guter Anleitung und mit schmackhaftem Ergebnis. Ich glaube ich habe dieses Jahr auch wieder viel gekocht. Gefühlt etwas weniger als sonst schon mal, aber schlechter bin ich bestimmt nicht geworden.

Insgesamt war ich dieses Jahr wieder überwältigt von der Freundlichkeit und der Arbeit meiner Mitmenschen, die sie in mich investiert haben. Ich bin nichts ohne meine Freunde oder würde zumindest ein sehr viel ärmeres Leben führen.

Um es nicht zu vergessen, waren die Pflichtprogrammpunkte wie 1.Mai und Mittelaltermarkt natürlich auch wieder mit dabei. Ich mag diese kleinen Wegweiser durch das Jahr, die nicht durch Tradition, sondern durch eigenen Antrieb entstanden sind.

Gegen Ende des Jahres war ich auch recht spontan noch im Ausland, in Irland noch dazu. Ein verwegener Plan, der dazu führte, dass ich mein erstes Auto im Ausland gemietet habe und dazu dann noch direkt auf der falschen Straßenseite und auf ein Paar der übelsten Wege, die man je gesehen hat. Mir bleibt besonders der Tag in Erinnerung, an dem ich zum Glück nicht fahren musste und es fürchterlich geregnet hat, so dass die Wege zu Flüssen wurden und wir teilweise geschwommen sind mit dem kleinen Seat Ibiza. Ein kleiner Reminder für mich selbst: Nimm immer ein kleines Auto in Irland. Große Autos würden nie auf den kleinen Straßen, von denen es viele gibt, zurecht kommen. Nimm im Notfall mehrere Autos, und nicht ein etwas größeres.

Danach habe ich ein Mädchen kennengelernt und erfahren wie es ist, wenn man nicht nur gemocht sondern sehr gemocht wird. Und neben allem was daran schön ist, habe ich auch die Grenzen meines Verhaltens bemerkt. Wo es noch bei Freunden in Ordnung ist, kann ich es mir nicht leisten bei Menschen aus falscher Furcht und falschen Absichten eine Atmosphäre des Wohlgefühls zu erreichen. Es ist schwer zu beschreiben. Aber eine These die ich mir schon vor langer Zeit überlegt habe ist tatsächlich war. Wenn man lieben möchte, muss man egoistisch sein. Eine andere These hingegen ist nicht war und sogar hinderlich, da sie absichtlich Menschen bevormundet. Man kann Menschen nicht ändern. Ich muss mutiger sein, auch kleine Dinge direkt zu adressieren und nicht in mir behalten aus falscher Gutmütigkeit. Nur so haben andere eine Chance sich zu ändern, wenn sie wollen. Das mag dich belasten, aber sei dir sicher, dass sie es nicht tun würden, wenn sie nicht wollten. Und das bedeutet es die anderen nicht zu bevormunden.

Ich habe eine Festanstellung bekommen, meine erste. Es war sogar mit ein paar Verhandlungen verbunden aber ich bin sehr froh damit, was daraus geworden ist. Und ich freue mich auch weiter auf meiner Arbeit zu arbeiten, wo ich mich mit so vielen so gut verstehe.

Außerdem habe ich meine Masterarbeit begonnen. Das Thema ist sehr interessant und genau in dem Bereich, in dem ich mich entwickeln möchte. Mein Glück oder auch Pech ist vielleicht, dass die Sprache in der programmiert wird, mir nicht sehr geläufig ist und in der Informatik selbst auch keine sehr große Rolle spielt. Aber das Glück ist dadurch natürlich, dass ich so ein Spezialist (oder so) werde, in einem Bereich, in dem sich nicht viele auskennen. Das steigert ja im schlimmsten Fall nur den persönlichen Wert.

Gerade die letzten drei Abschnitte sind heftige Änderungen, die sich vollends erst nächstes Jahr auswirken werden. Die Dinger haben mich heftig belastet und ich bin dankbar um jeden Freund, meiner Familie und allen die mir helfen in dieser Zeit, so dass ich immer wieder merke wie gut die Menschen sind.

Im nächsten Jahr werde ich viel Geld verdienen, einen Abschluss haben (Akademiker sein), eine neue Wohnung suchen, Reisen und versuchen offener zu sein, härter zu arbeiten, eiserner zu sparen und am wichtigsten weniger Angst vor der Welt zu haben.

Und so kämpfen wir weiter, wie Boote gegen den Strom, und unablässig treibt es uns zurück in die Vergangenheit.

 

 

 

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