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Freiheit ist die Freiheit zu sagen, daß zwei und zwei gleich vier ist.

Dieses Zitat aus dem Buch 1984 von Orwell begründet den Freiheitsbegriff auf die Fähigkeit des Menschen mit Hilfe der Logik eine gültige Aussage über die Realität zu treffen.  Sie verschwimmt jedoch im letzten Teil des Buchs, als die Logik zu einer Annahme gemacht wird, die sich im menschlichen Geist genau so formen lässt, wie die Erinnerung. Zuletzt wird das Gefühl genommen und mit Hilfe eines anderen Gefühls negiert. Am Ende, so scheint es, ist der Mensch leer, indem er von jeder Annahme befreit ist.

Ich will versuchen zu zeigen, dass selbst ohne diese drei Eigenschaften „Logik“, „Erinnerung“ und „Gefühl“ ein Mensch nicht leer ist. Mein Argument beruht auf der Unveränderlichkeit des Menschen, der lebt.

Denn auch wenn es sich um eine Hülle handeln sollte, die gefüllt wird, ist es die selbe Hülle. Und das was füllt, ist ebenfalls die Hülle. Der Fehler ist es, Hülle und Füllung zu trennen. In der Annahme, dass das innere des Menschen auf den Mechanismen, den Regeln seiner selbst beruht, ist der Mensch, der lebt, alles was er sein kann. Es gibt keine Entität, die es zu zerstören gibt, außer den lebenden Menschen. Und wenn der lebende Mensch das einzige ist was bleibt, bleibt alles.

 

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