Das Beisammensein

Eine bedeutsame Beziehung basiert auf einem grundlegendem Vertrauen. Das Vertrauen wiederum ist der Glaube an ein Maß an Wertschätzung, das ein Individuum dem anderen entgegenbringt. Es stärkt in beiden das Gefühl von Bedeutung, Selbstvertrauen, Bestimmung, Selbstgefühl, Bestätigung und Reflektion. Ich will nicht so weit gehen, das ich sicher nur an einer anderen Person mein Ich erkennen kann, weil ich nur so mich selbst gespiegelt bekomme. Doch ein Bild, ein so genanntes Fremdbild, bietet einem Menschen eine Perspektive, die er ohne den anderen nur sehr schwer erhält.

Verliert eine Partei den Glauben an Wertschätzung und wankt dadurch das Vertrauen in die andere Person, liegt das in beiden Teile an der einen, wie an der anderen Person. Es hat sich etwas geändert. Eine Änderung, die mit der Zeit immer kommen wird, aber eine Auswirkung hat, die eine ursprüngliche Einstellung zwischen den beiden verändert, kann nun dazu führen, das die gesamte Beziehung in Frage gestellt wird. Die Folge daraus ist entweder eine Anpassung oder ein Zurücknehmen der ursprünglichen Vereinbarung, der ursprünglichen Beziehung.

Eine Anpassung könnte bedeuten, das die Qualität der Beziehung sich ändert. Die Bedingungen und Umstände werden von beiden Parteien festgelegt. Nur nach einer Einigung, auf einer emotionalen sowie einer rationalen Ebene, stellt sich wieder ein dauerhaftes Gefühl einer Beziehung ein.

Ich denke, das diese Anpassungen am Anfang einer Beziehung wenige sind. Das Potential an Glaube, das beide Partner in die Beziehung bringen, ist noch sehr hoch. Erst mit der Zeit verringert sich der Glaube und verlangt mehr und mehr nach einem Realitätsabgleich. So wird mit dem Fortschritt einer Beziehung das Intervall der notwendigen Anpassungen immer häufiger.

Das ermutigende daraus ist die darüber liegende Ebene. Zwar scheint es, das mit dem ansteigen der Anpassungen die Beziehung unsicherer wird, das Gegenteil ist jedoch der Fall. Mit jeder Anpassung und dem bestehendem Willen, in beiden Menschen, diese Anpassungen weiter fortzuführen, steigt das Vertrauen in zukünftige Anpassungen. Der Inhalt ist davon unberührt, er kann alle möglichen Formen annehmen. Die Methode jedoch und das Vertrauen in zukünftige Anpassungen, egal welcher Art, lassen ein viel tieferes Vertrauen, einen viel stärkeren Glauben an den anderen Menschen entstehen.

Erst dann, erst wenn die Beziehung am unsichersten und am wenigsten stabil erscheint, ist es eine echte Beziehung. Erst dann herrscht echtes Vertrauen. Erst dann, wenn alles unsicher ist, können sich beide am sichersten sein.

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