Ode an die Freude

Vor 6 Jahren bin ich in meine erste eigene Wohnung gezogen. Jetzt sind es noch 4 Tage und ich bin in meiner nächsten. Und obwohl es eine wesentlich schönere, größere und angenehmere Wohnung mit vielen Vorteilen ist, ist es nicht meine erste Wohnung.

Ich habe mich so sehr daran gewöhnt hier zu leben, dass ich den Gedanken fast seltsam finde nicht mehr hier zu sein. Jede Ecke, jedes Brett, jedes Stückchen Wand und Tapete kenne ich in- und auswendig, weil ich nichts unberührt lies. Ich weiß um ihre Schwächen und Stärken. Ich weiß was ich an ihr habe.

Und so vieles habe ich hier gemacht. Meinen Master, meinen Bachelor. Ich bin mit dem Fahrrad zur Uni gefahren, jeden Tag, dann zur Arbeit, dann nur noch zur Arbeit.

Ich bin in den Urlaub von hier aus gefahren und geflogen. Ich war länger mal nicht hier, aber bin immer wieder zurück gekommen.

Dieses Zimmer war seit meinem Einzug nie so leer. Ich freue mich sehr auf meine neue Wohnung, auf das Einrichten und die vielen tollen Dinge. Und ich denke, dass meine nächste Wohnung, nach der nächsten, weniger aufregend werden könnte. Aber meine erste Wohnung ist meine erste Wohnung gewesen.

 

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