Quicky 50

Manchmal gehe ich so den Weg entlang und stelle mir etwas ganz nettes vor, von dem ich glaube das es vlt. nicht allzu viele Menschen können.

Also, ich stelle mir vor, in wie vielen möglichen Stellen und Positionen und Situationen ich mich in genau diesem Moment in meiner Umgebung befinden kann. Das bezieht sich dann auf die Umgebung und auf meine räumliche Position darin.

Dann bin ich meistens eine Art blauer Geist oder so und stehe, sitze, falle, renne, hüpfe, schleiche durch die Welt um mich herum, aber immer als Standbilder, nicht bewegt. Also vielleicht eher eine Statue aus blauem Glas oder so.

Das schöne an der Sache ist, dass ich nicht nur eine Stelle auf einmal vorstelle, sondern so ziemlich jede um mich herum und sich ein Meer vor mir erstreckt von mir selbst.

blue joy

Wenn auch nicht sicher zu sagen ist, dass ein Mensch zu einem Zeitpunkt aufhört Mensch zu sein und anfängt nicht Mensch zu sein, kann sicher gesagt werden, dass es einen solchen Zeitpunkt gibt.
Hört er auf Mensch zu sein, dann ist er nicht mehr dass, was wir Mensch sein nennen. Das Aufhören Mensch zu sein hängt also von dem ab, was der Mensch ist und was der Mensch ist, das ist ein nicht so großer Anteil an ihm. Es ist vor allem nicht der gesamte Mensch.
Sollte nämlich jemand irgendwann bemerkt haben, dass der Mensch nicht mehr ist, dann wird er es trotzdem an etwas bemerkt haben. An dem Fehlen des gesamten Menschen, lässt sich keine seins-Beziehung ableiten. Er könnte auch nur visuell fehlen. Aber der Mensch ist nicht mehr, in einem anderen Moment, eben in einem anderen Zeitpunkt.
So stellen sich mir zwei Fragen. Wieso können wir sagen, dass es einen Zeitpunkt gibt, aber nicht wie dieser genau ist. Was ist es das den Menschen nicht mehr sein lässt. Dabei ist bei der zweiten besonders interessant wie die minimale Menge aussehen muss, dass er nicht mehr ist, denn dass würde den Menschen an sich definieren.
Den Zeitpunkt, denke ich, gibt es weil wir ein danach kennen und ein davor. Der genaue Zeitpunkt interessiert in der vorherigen Betrachtung, aber bedeutet nichts in seiner Anwendung. Der genaue Zeitpunkt definiert im genauesten Falle die maximale Zeit vor und nach einem Ereignis. Deswegen ist er interessant. Aber in Wirklichkeit ist es eben diese Zeit davor und danach die uns interessiert. Sobald erkannt wurde, dass der Mensch nicht mehr ist, sind diese Zeitpannen einwandfrei zu bestimmen, aber zuvor nicht. Zudem müsste die zweite Frage beantwortet werden um dies überhaupt zu tun und niemand behauptet, dass es immer das selbe sein muss, was fehlt. Auch könnte das Fehlende etwas sein, dass sich bei jedem Menschen anders ausgeprägt hat und somit nicht erkennbar ist.
Nun, das letzte lässt sich ausschließen. Denn wir wissen von solchen Menschen, die nicht mehr solche sind. Wir haben erfahren, dass sie sich durch Veränderung welcher Art auch immer dem Menschen entrückt haben, der sie einmal waren und das in solch drastischer Art, dass sie sich nicht mehr als Teil eines allgemein anerkannten Menschen zählen können. Dieser allgemein anerkannte Mensch, die größtmögliche Menge an Menschen , ist nicht mehr erweiterbar, noch reduzierbar und somit jeder Mensch. Der nicht mehr Mensch seiende ist dies nicht mehr. Er kann aus logischen Gründen oder aus Gründen von vorher festgelegten Kriterien , notwendigerweise nicht mehr zu dieser größtmöglichen Menge gehören. Dies zu schreiben hört sich absurd an. Es scheint zumindest enorm abhängig davon zu sein, was über das Subjekt Mensch im allgemeinen gedacht wird. Die Konsequenz daraus wäre ein von den Menschen geformter Mensch. Ein Mensch der sich selbst geformt hat. Die Unmöglichkeit dieses Begriffs in dem Reich der Logik lässt ihn zur selben Zeit nicht formen.

blue borders

Erhebe mich,
sehe das Fenster auf mich zukommen,
es springt auf,
der Wind weht mir warm ums Gesicht,
ich wehe hinaus,
vor mir die Wiese mit der kleinen Feuerstelle,
sie ist hinter mir,
weites Grün rauscht unter mir hinweg,
jeder einzelne Halm,
ich sehe eine Wand aus Bäumen,
die sich mir in den Weg stellt, aber
eine kleine Bewegung,
und ich bin weg,
hoch,
hoch,
höcher noch als je zuvor,
hinter allen Wolken,
ganz nah gen Sonne,
schade nur, das Blau verschwindet mit der Erde.