Was aber, wenn

Ich lese zur Zeit ein Buch, das einem Zyklus folgt von insgesamt 10 Büchern oder mehr. Diese Bücher habe ich alle schon einmal gelesen. Es ist lange her, dass ich diese Bücher gelesen habe. Das ganze ist so lange her, dass ich das meiste nicht mehr weiß, bevor ich es nun erneut gelesen habe. Das freut mich, da die Geschichte mir schon damals gefallen hat.

Was aber, wenn dieses Gefühl selbst schon dazu zählt zu dem was ich nicht erneut fühlen kann. Ich fühle ein neues Gefühl, welches doch leicht anders und irgendwie schwächer ist. Das Erinnern und die Freude darüber ist der Entdeckung und der Freud darüber unterlegen. Ich wünschte ich könnte neu entdecken, von dem ich schon weiß das es gut ist, aber das ist unmöglich.

Trotzdem freue ich mich über das Buch und alles. Im Moment mag ich mein Leben wieder sehr.

blue joy

Wenn auch nicht sicher zu sagen ist, dass ein Mensch zu einem Zeitpunkt aufhört Mensch zu sein und anfängt nicht Mensch zu sein, kann sicher gesagt werden, dass es einen solchen Zeitpunkt gibt.
Hört er auf Mensch zu sein, dann ist er nicht mehr dass, was wir Mensch sein nennen. Das Aufhören Mensch zu sein hängt also von dem ab, was der Mensch ist und was der Mensch ist, das ist ein nicht so großer Anteil an ihm. Es ist vor allem nicht der gesamte Mensch.
Sollte nämlich jemand irgendwann bemerkt haben, dass der Mensch nicht mehr ist, dann wird er es trotzdem an etwas bemerkt haben. An dem Fehlen des gesamten Menschen, lässt sich keine seins-Beziehung ableiten. Er könnte auch nur visuell fehlen. Aber der Mensch ist nicht mehr, in einem anderen Moment, eben in einem anderen Zeitpunkt.
So stellen sich mir zwei Fragen. Wieso können wir sagen, dass es einen Zeitpunkt gibt, aber nicht wie dieser genau ist. Was ist es das den Menschen nicht mehr sein lässt. Dabei ist bei der zweiten besonders interessant wie die minimale Menge aussehen muss, dass er nicht mehr ist, denn dass würde den Menschen an sich definieren.
Den Zeitpunkt, denke ich, gibt es weil wir ein danach kennen und ein davor. Der genaue Zeitpunkt interessiert in der vorherigen Betrachtung, aber bedeutet nichts in seiner Anwendung. Der genaue Zeitpunkt definiert im genauesten Falle die maximale Zeit vor und nach einem Ereignis. Deswegen ist er interessant. Aber in Wirklichkeit ist es eben diese Zeit davor und danach die uns interessiert. Sobald erkannt wurde, dass der Mensch nicht mehr ist, sind diese Zeitpannen einwandfrei zu bestimmen, aber zuvor nicht. Zudem müsste die zweite Frage beantwortet werden um dies überhaupt zu tun und niemand behauptet, dass es immer das selbe sein muss, was fehlt. Auch könnte das Fehlende etwas sein, dass sich bei jedem Menschen anders ausgeprägt hat und somit nicht erkennbar ist.
Nun, das letzte lässt sich ausschließen. Denn wir wissen von solchen Menschen, die nicht mehr solche sind. Wir haben erfahren, dass sie sich durch Veränderung welcher Art auch immer dem Menschen entrückt haben, der sie einmal waren und das in solch drastischer Art, dass sie sich nicht mehr als Teil eines allgemein anerkannten Menschen zählen können. Dieser allgemein anerkannte Mensch, die größtmögliche Menge an Menschen , ist nicht mehr erweiterbar, noch reduzierbar und somit jeder Mensch. Der nicht mehr Mensch seiende ist dies nicht mehr. Er kann aus logischen Gründen oder aus Gründen von vorher festgelegten Kriterien , notwendigerweise nicht mehr zu dieser größtmöglichen Menge gehören. Dies zu schreiben hört sich absurd an. Es scheint zumindest enorm abhängig davon zu sein, was über das Subjekt Mensch im allgemeinen gedacht wird. Die Konsequenz daraus wäre ein von den Menschen geformter Mensch. Ein Mensch der sich selbst geformt hat. Die Unmöglichkeit dieses Begriffs in dem Reich der Logik lässt ihn zur selben Zeit nicht formen.

Ein Kreis

Gerad komme ich vom Einkauf wieder. Es regnet , so wie in ganz NRW zur Zeit ziemlich und deswegen, weil ich nur mein Fahrrad zur Verfügung hatte, musste ich mich regenfest anziehen. Da waren eine wasserdichte Hose, eine Regenjacke und mein Rucksack mit Regenhülle. So ging es zum Marktkauf, weil es dort im Moment sehr günstige Kartoffeln gibt ( 10 Kg , 2,99 ). Die sollen später zu Pellkartoffeln mit Stipp werden. Die Kleidung hielt und ich kam trocken im Marktkauf an. Mein Geld hatte ich in der richtigen Hosentasche, weil die Regenhose nur eine Seite hat, an der man in die darunter liegende Tasche greifen kann. Der Marktkauf war relativ leer. Nur ein paar waren wohl heute schon so früh zum Einkaufen gegangen ( gefahren wohl eher ). Am Gemüsestand fand ich dann die Kartoffeln, die ich gesucht hatte. Dummerweise war mir die Proportion mal wieder abhanden gekommen und ich hatte mich bei 10 kg völlig verschätzt. Diesen Sack bekomme ich nie mit meinem Fahrrad nach Hause. Zum Glück gab es noch andere Größen und eine im Vergleich zwar teure aber recht günstige Variante „Mein Land“ für 1,49 für 2 Kg. Das besondere an denen war die Garantie auf Lokalität des Produkts. Ich nahm mir außerdem noch eine Packung Sauce Hollandaise und einen Becher Herringshappen mit Dill. Bezahlt und eingepackt ging es zurück , was mir ebenso trocken wie der Hinweg gelang. Zu Hause packte ich meine nassen Sachen in die Badewanne zum Trocknen und die Lebensmittel in die Küche. In der Küche nahm ich einen Schluck Wasser und mir wurde klar, dass dieser Plan, der so einfach war und gleichzeitig so gut funktioniert hatte mir besser taten als die gesamte letzte Woche.

Freude am Leben

Die pure Freude strömt durch einen , sehe ich die neuen Möglichkeiten die auf mich einströmen. Alles neue kommt und alles alte lasse ich im Gedanken zurück.
Es ist gut weiterzukommen , aber auch wichtig daran zu denken, wieso man das , was man nun machen kann, ereicht hat.
Man selbst hat es ereicht. Keine Rede vom falschen oder glücklichem Umstand, die zu dem jetztigen Zustand geführt hat. Nein, es bin ich , ich ganz allein , der dafür sorgte. Auch wenn andere halfen, so war ich der Grund, ohne mich gäbe es keine Hilfe. Auch wenn andere nicht genau hinsahen. Ich habe erkannt, wie ich weiterkomme. In meinem Leben erkenne ich immer ganz genau, was für mich am besten ist, damit ich weiterkomme. Hilfe und auch schlechter Rat ist eine Projektion auf das Verhalten, das ich der Welt entgegenbringe.
Und so werden auch alle Entscheidungen , jedes Tun und Handeln genau dazu führen, was ich beabsichtigt habe und zu nichts anderes, weil ich mein eigener Herr bin, der mit allen Konsequenzen lebt, die mir mein Handeln ergeben.
Ich will nicht werten in diesem Text, wie mein Handeln irgendwas positives oder negatives hervorgebracht hat, sondern davon ausgehen , dass alles Schlechte und auch alles Gute in meinem eigenen Interesse lagen.

Das vollkommen falsche, und das was ich niemals werden will, ist ein Mensch zu sein, der sich treiben lässt und erhofft, dass etwas geschieht, was er selbst so anstreben würde. Er ist ein Nichts, der nicht selbst tut.

Der Mensch der so tut, ist ein Mensch, der sich dazu entschieden hat sich treiben zu lassen , mit all den Annehmlichkeiten , die sich daraus ergeben, wenn man sich selbst nicht mehr unter Kontrolle halten muss, allerdings auch mit all den negativen Seiten.

So ist ein treibender Mensch dazu verdammt zu zu sehen , wie das Leben aller anderen an ihm vorbei laufen. Er selbst steht still und alles andere läuft ihm davon. Mögen es materielle Dinge sein oder metaphysische, es läuft darauf hinaus, dass er nicht frei entscheiden kann ob er diese Dinge berührt, oder nicht.
Der Mensch der frei ist kann diese Dinge natürlich bewusst liegen lassen, ist aber frei in der Entscheidung, muss auch Entscheiden und ist deswegen mündig für sich und seine Entscheidung.
Der bemittleidenswerte ist der Treibende.

Aber in keinem Menschen , dem ich bis jetzt begegnet bin, habe ich jemals eine Antriebslosigkeit erblickt, wie ich sie beschrieb. Es ist ein natürliches Bedürfnis eines jeden Menschen, sich selbst zu bewegen.

// Auch deshalb vieleicht die Fahradtour –> selbst bewegen

Wenn wir Menschen finden, die zu treiben beginnen, dann müssen wir sie motivieren sich selbst zu bewegen. Ein Anstoss ist nicht immer ein Abhängig machen, sondern ist eine Idee , die wir verschenken , an Menschen , die wir für wertig genug erachten, nicht dahin weg zu treiben.

Menschen die uns wichtig sind, sind die, die wir am wenigsten von uns fort lassen wollen, die wir aber lehren müssen davon zu laufen.