Eine warme, bewegliche Masse

Eine warme, bewegliche Masse in den Armen. Die Masse kann verändert werden und reagiert darauf. Sie hat unterschiedliche Widerstände. Die meiste Zeit über verhält sie sich unvorhersehbar. Wenn wir sie nicht haben können , wollen wir sie haben und wenn wir sie haben, dann ist sie so , als könnten wir sie nicht verlieren. Wenn wir sie nicht haben, dann ist sie überall nur nicht bei einem selbst. Wo ist sie die Masse? Wieso ist sie so wie sie ist? Was ist sie ?

Die Interessen des Individuums gegen die der Allgemeinheit

Die Allgemeinheit besteht aus der Zusammenballung von Individuen. Die Allgemeinheit , also die Maße besteht nur aus dem Grund, sozialen Austausch, in jeglicher Form, zu dienen. Dieser Austausch ist nur möglich wenn es Regeln gibt, nach der sich die Maße richtet um diesen in standadisierte Formen zu bringen, womit der Sprung von Maße zum Individum zurück erfolgen kann.
Es ist so eine Art Hilfestellung. Bedeutet das aber, dass der Mensch nicht in der Lage ist ohne Regeln oder Standardts miteinander sozial zu agieren?
Die Antwort lautet meiner Meinung nach : nein !
Stellt man sich eine Modellwelt vor, in der jeder Mensch isoliert vom nächsten lebt, dann versucht er zunächst nicht Kontakt aufzubauen , ist er sich schließlich doch nicht im klaren darüber, dass solche Strukturen überhaupt existieren.
Ich bin der Ansicht, dass der Mensch irgendwann auf Grund seiner eigenen Existenz , auf die Existenz von mehreren aufmerksam geworden ist. Diese Entdeckung ist nebenbei nur möglich wenn wir über ein Bewustsein verfügen, was uns von Tieren unterscheidet.
Also der Mensch entdeckt sich selbst und schließt dadurch auf andere. Diese anderen müssen im gewissen Ramen ihm ähnlich sein, schließt er schließlich von sich auf andere.
Diese anderen Individuen werden im Modell nun zusammengeführt. Die Menschen erkennen sich gegenseitig nur an den Dingen, die sie auch an sich selbst wiedererkennen ( Haarfarbe , Anatomie ect. ).
Dadurch entsteht noch nichts Soziales, aber der Wiedererkennungseffekt ist gegeben.
Nun entsteht bei einem Individuum ein Problem . Zum Beispiel kann er ein bestimmtes Hinderniss nicht überwinden. Zunächst wird das Individuum versuchen seine eigenen Möglichkeiten zu testen. Er kommt, im gewissen Maßen darauf, dass er die Umgebung mit einbezieht, wobei dies ein fortgeschrittenes Denken braucht, welches hier nicht weiter betrachtet werden soll.
Die Problemlösung findet sich durch die Betrachtung auf sich selbst und seine Fähigkeiten und wird gekoppelt mit dem Wiederkennungseffekt und der Möglichkeit zu abstrahieren.
Wieviele von mir benötigt man um das Hinderniss zu überwinden ? 2. Also suche ich so jemanden wie ich.
Die angebotene Hilfe wird dannach belohnt , in dem derjenige sozial gesehen in seiner Schuld steht. Diese Schuld muss nie beglichen werden, kann aber beglichen werden, um verfügbar zu sein für größere Gefallen.

Als Beispiel könnte man angeben, dass ich irgendwann jemanden zuverlässiges brauche um mich zu halten, während ich einen Apfel pflücke. Tritt der andere zu Seite verletze ich mich, da ich demjenigen jedoch einige Gefallen von niedriger Priorität getan habe, ist es zu erwarten, dass der andere mir hilft. Ich helfe ihm im gegenzug auch wieder.

Dieses Beispiel ist auf sehr viele Bereiche anzuwenden, ist aber betont nicht Zwang, sondern nur ein Mittel um alle Lebensbereiche erfüllter zu machen, durch wachsende Möglichkeiten.

Dieses Verhalten führt nun dazu, dass ich mich praktisch automatisch in eine Gruppe einfüge, weil sie mir Vorteile bringt, die sich aus mir selbst ergeben. So gesehen , stellt nicht die Maße mir die Regeln auf, sondern ich mir selbst.

Was bedeutet nun in dem Fall selbstlos ?
Selbstlos sein wäre in dem Fall , jemanden einen Gefallen zu tun , ohne dass es jemals auch nur Möglich scheint, dass der andere mir hilft.

Ich tue dass, wie auch schonmal in einem anderen Beitrag beschrieben, weil dort die Erziehung und auch die natürliche Belohnungsebene eine Rolle spielt.
Irgendwann haben wir uns so an das Helfen und Gegenhelfen gewöhnt ( oder wurden dazu erzogen) , dass sich ganz automatisch ein Glücksgefühl einstellt, wenn wir jemandem helfen. Dieses Gefühl allein wird uns dann zum Lohn.

Anders könnte man auch selbstlos sein, weil man Ideale hat, also größere Ziele, welche nur erreicht werden können, wenn eine große Menge Individuen eine unüberschaubare ( oder schwer überschaubare ) Aufgabe erledigen. Dies ist manchmal nur möglich , wenn man selbst das Ideal erfüllt, auch wenn es nicht den erwünschten größeren Nutzen direkt birgt.

Zusammenfassend ist die Gruppe oder die Maße oder die Allgemeinheit auch nur ein Mittel um sich selbst zu entfalten.