Der Kopf ?

Mein Kopf ist erstaunlich. Gerade habe ich festgestellt, dass ich , ohne es zu wissen, alles von meinem Kopf weg interpretiere.
Wenn ich mit dem Fuß auf den Boden auftrete, dann denke ich, dass mein Fuß wirklich etwas fühlt, also das Gefühl des Berührens ( also der Druck ) wirklich im Fuß ist. Das Gefühl wird doch aber in Wirklichkeit im Kopf intepretiert.
Es macht natürlich auch Sinn, dass das Gefühl im Fuß ist, da dadurch eine präzise und schnelle Reaktion möglich ist.

Zwei Überlegungen folgen dieser Feststellung :

1. Der Kopf weist so gut wie alle Empfindungen und Reize von außen von sich. Selbst wenn sie so nah sind, wie ein ziehen an den Haaren oder das Schmecken von Zucker, beides ist abstrahiert und vom Kopf weggedacht. Ist der Kopf also unfähig selbst zu fühlen ? Was würde passieren, würde ich den Kopf ( das Gehirn in diesem Falle ) direkt berühren ? Würde der Kopf diesen Reiz auch fremdinterpretieren ?

2. Wie ist es mit Gefühlen die ohne Reize auskommen , oder die sich eben nicht auf ein Körperteil beziehen ( Trauer, Liebe, Sucht ect. ). Diese Dinge werden auch vom Kopf gewiesen. Normalerweise trauert und liebt das Herz und meist sind auch andere Zentren des Körpers für eine Sucht zuständig ( Lunge,Magen,Augen ). Der Kopf entzieht sich auch diesen Gefühlen. Kann der Kopf überhaupt nicht fühlen ?

–> Das ganze lässt an den Geist und an die Seele denken, die sich nicht selbst finden kann, weil sie ständig in den Körper hineindenkt. Wir hätten also einen Ansatz für einen Dualismus wie sie auch im Buddhismus vorkommt, der mich in letzter Zeit beschäftigt, vor dem ich aber zum einen noch großen Respekt habe und zum anderen große Angst, weil ich dadurch meine Angewohnheiten und damit meine Sicherheit verlieren würde, worauf der Buddhismus aber beides (leider) eine Antwort bereit hällt. Ich fühle mich fast wie am Rand einer Turnhalle, nur dass mich dieses mal keiner in den richtigen Weg schubst, außer ich selber.

Ethusiastische Religion

Sehen wir jeden Menschen, wie im vorigen Eintrag mal als Individuum, welches ein persöhnliches
Bedürfnis hat zu kontrollieren, zu führen , zu herrschen. Wie man es auch immer nennen mag.
Dieser Führungsanspruch beschränkt sich manchmal auf einen kleinen Raum, am kleinsten also auf sich selbst und am weitesten auf unrealistische , bzw. unerfüllbare Ziele, welche jedoch eine Perspektive offentun, die den Menschen antreiben.

Die Menschen, die diese Perspektive haben. Diese Menschen sind, soweit ich mir das vorstellen kann, unter keinen Umständen streng religiös. Sie leben für ihre Idee und für ihre Ziele, welche sie im Laufe ihres jungen Lebensabschnittes durch persöhnliche, individuelle Erfahrungen erlangt haben. Diese trieben sie so weit, dass sie sich nicht mehr auf sich selbst konzentrierten und das Glück oder einen anderen wichtigen Umstand nur erreichen können, wenn sie dieses unerreichbare Ziel erreichen.

Eine Religion erscheint mir deshalb für diese Menschen unangebracht, da sie in ihrem beschränktem Horizont ein zweites Jenseits bilden. Ihr jenseits besteht durch die Unerfüllbarkeit ihrere Aufgabe aus der Aufgabe selbst und zuletzt aus einer Selbstaufgabe.
Sie machen sich ihr Leben lang um nichts verdient außer um das eine Ziel, welches, nicht erfüllt, für die Umgebung zum Disaster wird und evtl. nurnoch , durch glückliche Umstände evtl. von einer 2ten Generation nicht im gleichen Denken und auch nicht mit dem selben Antrieb salob weitergeführt wird. Das Jenseits, also das, was nach dem Tod kommt wird somit weitervererbt auf die nächste Generation oder einfach offen gelassen. Was den Menschen dann noch bleibt ist eine Billanz. Sie fragen sich vieleicht wieviel sie von dem geschafft haben, was sie erreichen wollten, wenn es überhaupt möglich ist dies zu tun.

Am schlimmsten trifft es die die Personen, welche im letzten Augenblick erkennen, dass ihr Plan oder ihr Horrizont unerreichbar ist und denen plötzlich einfällt, dass ihr Leben beschränkt ist. Sie erscheinen mir als besonders interessant, stehen sie doch urplötzlich an einem Scheidepunkt. Es muss für sie entschieden werden , also , natürlich entscheiden sie selbst, ob sie sich dem Nihilismus hingeben, also dem Glauben an nichts ( Sie sind vorher keine, da sie an etwas glauben ), oder ob sie ein neues Ziel suchen, nämlich das nächst plausible , die Hoffnung in bestehende Religionen.

Sollte der erste Fall eintreten, sind die Menschen verloren und werden in den nächsten 1 bis 2 Jahren sterben.

Tritt der zweite Fall ein geschiet etwas sonderbares. Der Anspruchsbereich des Menschen schrumpft auf einmal auf ein Minimum. Er wird nicht mehr versuchen einen großen Machtbereich zu haben. Will keine Verantwortung mehr übernehmen und kein Mensch soll mehr unter ihm stehen. Nimmermehr.

Dieser Mensch ist religiös geworden. Er sieht zwar einen größeren Sinn und das größte Ziel, nämlich die Aufnahme in ein jenseitiges Leben, wird aber trotzdem devot. Er verliert Anspruch, erhebt aber zugleich riesigen. Diese Menschen, so denke ich, erweitert seinen Machtbereich nicht physisch, sondern temporär. Sie denken, dass sie das, was sie in dem Leben nicht geschaft haben, noch tun können, wenn sie erst einmal tot sind.

Ich glaube das, ist der Ursprung jeder Religion und dessen größte Erungenschaft. Sie will uns das jenseitige Leben so angenehm wie möglich machen, indem sie allgemein gültige Regeln aufstellt , welche ein Zusammenleben mit möglichst geringem Machtanspruch des Einzelnen ,sichert. Das schafft sie, weil sie den Menschen ihr Ziel nach dem Tod verpricht, nach dem Credo, man solle alles tun, was man wolle, aber bitte nach dem Tode.

Die Religion wäre demnach eine Form von Staatenordnung. Dies kann funktionieren und erinnert in meinen Augen an eine Form von Sozialismus, was doch das Konfuseste im gesamten Text sein dürfte.