Das Leben hat keinen Sinn

Das Leben hat keinen Sinn, also müssen wir ihm einen geben. Sich darauf zu verlassen, dass andere das für einen tun ist ein Trugschluss.

Sollte ein anderer das nämlich für dich tun, dann ist das zwar des anderen Sinn , jedoch in keinster Weise, der deiner. Er hat seine Sinngebung erfüllt und ist damit sinnvoll. Du jedoch verbleibst in einem Sinn, der von außen passiv an dich herangetragen worden ist.

Wahrer Sinn entsteht nur aus einem selbst. Da kann natürlich eine Überschneidung erfolgen von dem einen oder dem anderen Menschen, aber er muss von dir selbst bestimmt werden, mit Argumenten, die du selbst abwägen musst.

Wenn du das alles getan hast, also Abwägen , Vergleichen und damit Entschieden, dann kommt es darauf an, alles daran zu legen den Sinn zu erfüllen. Es ist ein fortgeschrittener Egoismus, aber auch das Fehlen des solchen , kann dein Sinn sein. Es muss auch nicht so sein, dass in deinem Leben dein Ziel erreicht werden kann. Das Ziel kann auch sehr weit in der Zukunft liegen. Es kann auch eine unendliche Aufgabe sein.

Ein weiterer Sinn wäre auch , sich möglichst keinem Sinn , also keiner Aufgabe hinzugeben. Die Frage ist nun, ob das wirklich einfacher ist , als einen konkreten Sinn zu erfüllen.

Stark zu differenzieren ist hier der selbstgeschaffene Sinn vom Schicksal oder anderen Märchen. Dieser fremdgegebene Sinn ist wie bereits erwähnt kein Sinn, der aus dir entsteht, sondern ein Außeneffekt auf dich, den du ohne Nachdenken akzeptierst, einfach nur aus der Begründung heraus , dass du keine Wahl hast.

Das ist falsch, falsch , falsch !!! Jeder Mensch kann sich seinen Sinn selbst geben. Er ist nicht daran gebunden nach Moral, Ethik, Gesetzen, Gründen und / oder Lügen zu leben, sondern nur an seine eigene Zielsetzung, die er mit sich selbst ausmachen und begründen muss. Kein anderer Aspekt spielt eine Rolle. Im extremen ist nicht einmal das Leben selbst wichtig, wenn man seinem Leben einen Sinn geben will, denn auch ein verwirktes Leben, absichtlich verwirkt ist eine bewusste Entscheidung, die sich als Sinn darstellen lässt, die der Mensch selbst so gewollt hat.
Stellen wir Wille und Entscheidung und damit Freiheit an oberste Stelle, dann ist der atheistische Tod auch nicht mehr schlimm. Ist es doch der höchste Wunsch dieses Menschen nicht mehr in den Himmel zu kommen, sondern sein Ich zu entfalten und genau das ist es was in Ewigkeit fortleben sollte: Die Erinnerung an einen Menschen, der das geschafft hat, dass er sich als seinen persönlichen Sinn erkohren hat, sein Grund zu leben und nicht, wie es so viele tun, an einen guten Menschen, der jetzt im Himmel ist, weil er ja so gut war.

In vielerlei Hinsicht erinnert mich das nun eher an eine sehr vermoralisierte Fassung des Lebenssinnes. Die Frage stellt sich nun , ob wir das Individuum mehr betrachten sollten als alle.

Die Inflation. Wertverlust, materiell wie ideell.

Die Inflation der Dinge führt meiner Meinung nach zu einem voranschreitendem Verlust von Idealen, also Lebenseinstellungen, die das Erscheinungsbild ausmachen.
Das liegt vor allem daran, dass wir unser äußeres dadurch definieren, was wir haben, also wirklich haben und nicht , so wie es vor einiger Zeit vorherschend der Fall war, wie wir uns gegenüber unserer Umwelt verhalten. Noch dazu ist die Umwelt an sich immer bedeutungsloser , wenn wir unser ICH durch materielles ausdrücken, verändert dieser Materialfluss doch ebenso unsere Umwelt.
Dieser fatale Materialismus führt zu einer Abstumpfung des allgemeinen miteinanders und lässt uns zu Konsumenten werden, die nur noch dafür Leben ihr äußeres zu veredeln.
Würden wir im umgekehrten Sinne nicht nach dem gehen, was jemand besitzt, sondern nach dem, wie sich jemand verhällt, dann hat das den positiven Nebeneffekt, dass wir unser äußeres und unser inneres bewegen, formen und veredeln. So wird der Mensch volkommen und nicht durch Äußerlichkeiten die wir uns auftragen, als Schild gegen das eigene innere.
So verblendet sich der Mensch auch sein eigenes Inneres und wird Inhaltslos und leer. Das wiederum kann zur Unzufriedenheit mit sich selbst führen, weil man anscheinend keine Perspektive hat und keinen Lebensinhalt.
Wieso die Menschen sich dazu entschlossen haben inflationär zu leben, also entwertend, liegt einerseits an der Schnelllebigkeit der Welt. Sie hat keine Zeit jemanden kennen zu lernen, um so an seinem Aufreten und seinem Charakter festzustellen wie er wirklich ist. Es ist vom Vorteil , wenn man auf dem ersten Blick sieht wie jemand sich geben will. Diesen Vorteil nutzt der Kluge Täuscher und biegt sein Äußeres so zurecht, dass es dem jenigen, der einen Betrachtet optisch gesehen anspricht, erstaunt oder beeindruckt.
Wir reden hier andererseits jedoch nicht nur vom ersten Eindruck, nein, es ist ein Bild, praktisch eine unwiederrufliche Charakterisierung einer Person. Auch das bringt Vorteile, da man sich anscheinend viel leisten kann, ohne dass man sich wirklich so verhalten muss, wie man es vorgibt zu sein. Der Nachteil liegt dort, wo der Mensch lebt, der sich dem Trend nicht anpasst und somit rausfällt aus dem Raster der Popularität und somit für ewig gebrandmarkt bleibt und keine Chance hat seinen festgelegten Charakter zu verlassen.

Diese Methode macht den Nächsten zu deinen Charakter und so wird es unglaublich wichtig, dass man positiv auffällt, was doch dazu führt, dass man nicht mehr für sich lebt, sondern für den nächsten.
Hört sich zwar einerseits sehr sozial an, wenn man an den nächsten denkt und für ihn handelt, lässt jedoch darüber hinweg täuschen, dass derjenige sein Individuum verliert , was die schon angesprochenen Nebeneffekte haben kann.

Wieso sieht der Mensch jedoch nicht diese eindeutige Fallen in die er sich selbst verrennt ? Dies sind die Folgen von Egoismus.
Die Anpassungsfähigkeit wird hier zu Primus und diese Fähigkeit hat praktisch keine großen Voraussetzungen, außer den weiten Blick über die Dinge und einen gewissen Ergeiz. Wir werden dadurch, dass wir uns nicht mehr unterscheiden von anderen , Teil eines Systems , welches Gleichheit bedeutet. Zwar Gleichheit auf einer sehr oberflächigen Ebene , jedoch eine Chance, die sich nicht allen bietet, bzw. die nicht alle anstreben.
Diese Gleichheit ist eine Möglichkeit Erfolg zu haben, da man vom Image, oder Bild , der gesamten Gruppe profitiert. Ebenso kann man vom anderen profitieren, der versucht sich dem Bündniss anzuschließen und so, praktisch als Beweis seiner Loyalität zum Bild, Opfer oder Symbole setzen muss, um sich dem ganzen anzupassen.
Zuletzt profitiert natürlich auch der Lieferant der Statussymbole und der Materiallieferanten. Da kann eine ganze Industrie von leben. Wirklich brauchen tun die Menschen es zwar nicht und wie wir sehen , können sich viele den Konsumstandardt garnicht wirklich leisten, aber ein Paar Menschen haben bestimmt viel Geld gemacht.

Diese blinde Talfahrt wird nun wohl weiter gehen, bis sie sich selbst zerstört hat und der Mensch wieder auf der Suche nach dem ist, was ihm Freude bereitet, sollte es auch nur wieder der Konsum sein.
Ein Zusammenstoß war die Finanzkriese, ein weiterer die steigende Selbstmord und Attentäter- Rate. Wie lange man noch frohen Mutes durchs Minenfeld laufen kann ist ungewiss, aber es wird ein Ende geben, oder zumindest eine Besinnung und damit ein neues Zeitalter, wenn man es denn so sehen will.

Ethusiastische Religion

Sehen wir jeden Menschen, wie im vorigen Eintrag mal als Individuum, welches ein persöhnliches
Bedürfnis hat zu kontrollieren, zu führen , zu herrschen. Wie man es auch immer nennen mag.
Dieser Führungsanspruch beschränkt sich manchmal auf einen kleinen Raum, am kleinsten also auf sich selbst und am weitesten auf unrealistische , bzw. unerfüllbare Ziele, welche jedoch eine Perspektive offentun, die den Menschen antreiben.

Die Menschen, die diese Perspektive haben. Diese Menschen sind, soweit ich mir das vorstellen kann, unter keinen Umständen streng religiös. Sie leben für ihre Idee und für ihre Ziele, welche sie im Laufe ihres jungen Lebensabschnittes durch persöhnliche, individuelle Erfahrungen erlangt haben. Diese trieben sie so weit, dass sie sich nicht mehr auf sich selbst konzentrierten und das Glück oder einen anderen wichtigen Umstand nur erreichen können, wenn sie dieses unerreichbare Ziel erreichen.

Eine Religion erscheint mir deshalb für diese Menschen unangebracht, da sie in ihrem beschränktem Horizont ein zweites Jenseits bilden. Ihr jenseits besteht durch die Unerfüllbarkeit ihrere Aufgabe aus der Aufgabe selbst und zuletzt aus einer Selbstaufgabe.
Sie machen sich ihr Leben lang um nichts verdient außer um das eine Ziel, welches, nicht erfüllt, für die Umgebung zum Disaster wird und evtl. nurnoch , durch glückliche Umstände evtl. von einer 2ten Generation nicht im gleichen Denken und auch nicht mit dem selben Antrieb salob weitergeführt wird. Das Jenseits, also das, was nach dem Tod kommt wird somit weitervererbt auf die nächste Generation oder einfach offen gelassen. Was den Menschen dann noch bleibt ist eine Billanz. Sie fragen sich vieleicht wieviel sie von dem geschafft haben, was sie erreichen wollten, wenn es überhaupt möglich ist dies zu tun.

Am schlimmsten trifft es die die Personen, welche im letzten Augenblick erkennen, dass ihr Plan oder ihr Horrizont unerreichbar ist und denen plötzlich einfällt, dass ihr Leben beschränkt ist. Sie erscheinen mir als besonders interessant, stehen sie doch urplötzlich an einem Scheidepunkt. Es muss für sie entschieden werden , also , natürlich entscheiden sie selbst, ob sie sich dem Nihilismus hingeben, also dem Glauben an nichts ( Sie sind vorher keine, da sie an etwas glauben ), oder ob sie ein neues Ziel suchen, nämlich das nächst plausible , die Hoffnung in bestehende Religionen.

Sollte der erste Fall eintreten, sind die Menschen verloren und werden in den nächsten 1 bis 2 Jahren sterben.

Tritt der zweite Fall ein geschiet etwas sonderbares. Der Anspruchsbereich des Menschen schrumpft auf einmal auf ein Minimum. Er wird nicht mehr versuchen einen großen Machtbereich zu haben. Will keine Verantwortung mehr übernehmen und kein Mensch soll mehr unter ihm stehen. Nimmermehr.

Dieser Mensch ist religiös geworden. Er sieht zwar einen größeren Sinn und das größte Ziel, nämlich die Aufnahme in ein jenseitiges Leben, wird aber trotzdem devot. Er verliert Anspruch, erhebt aber zugleich riesigen. Diese Menschen, so denke ich, erweitert seinen Machtbereich nicht physisch, sondern temporär. Sie denken, dass sie das, was sie in dem Leben nicht geschaft haben, noch tun können, wenn sie erst einmal tot sind.

Ich glaube das, ist der Ursprung jeder Religion und dessen größte Erungenschaft. Sie will uns das jenseitige Leben so angenehm wie möglich machen, indem sie allgemein gültige Regeln aufstellt , welche ein Zusammenleben mit möglichst geringem Machtanspruch des Einzelnen ,sichert. Das schafft sie, weil sie den Menschen ihr Ziel nach dem Tod verpricht, nach dem Credo, man solle alles tun, was man wolle, aber bitte nach dem Tode.

Die Religion wäre demnach eine Form von Staatenordnung. Dies kann funktionieren und erinnert in meinen Augen an eine Form von Sozialismus, was doch das Konfuseste im gesamten Text sein dürfte.