Ein Mann

Ein Mann hatte meinen Rucksack in die Toilette gelegt, so dass dieser nun ganz nass war und stank. Ich sah zu dem Mann hinüber, durch eine Glasscheibe hindurch und brüllte ihn mit hassverzehrter Miene an, wie er dazu kam, das zu tun.

Der Mann hingegen war nun auf der selben Seite wie die Toilette, doch trotzdem noch beide getrennt durch eine Scheibe Glas. Er riss die Toilette aus dem Boden und schmiss sie über seinen Kopf hinweg durch die Glasscheibe auf mich.

Die Toilette verfehlte mich. Als ich aber zusammengekauert auf dem Boden vor der hüfthohen Glasscheibe lag, prasselten tausende, große und kleine Glasscherben auf mich.

Drei Mögliche

Zum Ersten:

Es soll so sein, als würde ich mich mit dem Beginn des nächsten Schrittes, von meinem Fuß beginnend, auflösen. Innerhalb dieser begonnenen und weitergehenden Bewegung verschwindet so mein gesamter Körper. Dabei ist es leise.

Zum Zweiten:

Es soll so sein, als würde mein Kopf, wenn er gegen eine kühle Scheibe gelehnt ist, durch diese Scheibe hindurch gehen. Dabei formt sich die Scheibe um meinen Kopf und sobald ich meinen Kopf von ihr hebe, ist sie wieder so wie vorher.

Zum Dritten:

Mein gesamter Kopf ist umschlossen von Metall. Das Metall leitet dabei die Wärme, die konstant diesem Kopf inne wohnt, so gut ab, dass er friert. Jedoch nicht nur die Ohren , sondern in sich kalt ist.

Zwei Träume

Traum 1 : Es war mehr die Betrachtung einer Szene, als wirklich Teilnehmer zu sein. Ich betrachtete einen Menschen, über den Gesprochen wurde und von dem man eine Art Röntgenbild gesehen hat, jedoch sehr viele und auch manchmal in Farbe. Diese Person hatte Probleme festgestellt, es konnte jedoch nicht geklärt werden wieso diese bestanden. Jetzt sprachen zwei oder mehr Personen über ein aktuelleres Röntgenbild, welches eine wurmartige Kreatur an der Schläfe des Menschen zeigte, umhüllt von einem größeren Freiraum , so als würde es dort parasitär leben. Dann gibt es eine Art Retrospektive in der ein altes Röntgenbild zeigt, dass ein sehr kleiner Ansatz schon darauf hätte hindeuten können. Das Bild vergrößert sich und es sind deutliche Ausprägungen in dem kleinen Fleck zu sehen, welcher sonst nicht weiter auffällt.

– Aufgewacht, nicht lange und nicht richtig wach, schnell wieder eingeschlafen –

Traum 2 : Ich bin in einem Tunnel und vor mir bremst ein Auto sehr stark , allerdings nicht abrupt, sondern stetig. Vor diesem befindet sich ein weiteres. Das Auto, das ich fahre, gehört mir nicht, aber ich weiß, dass die Bremsen nicht sehr gut sind. Ich bremse so stark ich kann, aber ich habe das Gefühl sehr langsam aber unaufhaltsam in das vor mir fahrende Auto zu fahren. Nach einer längeren Zeitspanne biegt das vor mir fahrende Auto leicht nach rechts ab, ich versuche es zu überholen und dabei schleife ich das Auto. Ich blinke rechts und halte an. Ich betrachte das andere Auto und dessen Fahrer redet von irgendetwas , betreffend des Autos. Das vor diesem Auto fahrende Auto ist auch beschädigt worden. Ich erwähne nur, dass ich die Polizei anrufen würde und erhalte dafür Zustimmung von den beiden anderen Fahrern, erwartet hatte ich jedoch etwas anderes. Irgendeine andere Person begutachtet den Schaden an meinem Wagen und ich oder sie erwähnt, dass es sich nur um Lackschäden , bzw. Kratzer an den Plastikverkleidungen handelt.

– Ich wache auf, schaue auf die Uhr und stelle fest, dass ich noch 30 Minuten Zeit habe, ich schlafe wieder ein –

– Wecker klingelt, ich stehe auf –

-Volitus- 2. Aufzug

Nach dem Long Island Ice Tea fiel Jon in einen Halbschlaf mit der rechten Gesichtshälfte auf einen halb-klebenden Cola / Orangenlimonadefleck liegend. Er machte dabei keine Geräusche und so fiel es auch niemandem auf, wie er so da lag. Er fühlte sich wohl dabei. Ziemlich warm war es ihm, aber er musste nicht schwitzen. Er konnte auch ganz einfach seinen Körper für ein paar Zentimeter entrinnen und die Uhr und das Fenster hatten keine Bedeutung mehr für ihn.

Jon träumte von sich selbst. Er sah sich selbst so, wie er sich gerne haben wollte. Er war in dieser Traumgestalt eine Art Kugel mit leicht texturierter Oberfläche. Diese Kugel, sie schien nicht wirklich aus einem festen Material zu bestehen war blau. Die Kugel hatte kein Gesicht, keine Augen oder Extrimitäten. Sie war einfach perfekt rund und er konnte alles sehen was vor ihm lag, was er allein bestimmt. Er lag nicht und flog nicht, sondern war einfach irgendwo. Er konnte auch keine Bewegungen ausführen sondern war am nächsten Ort , sobald er es wollte.
Dieser Ort war für ihn ein hoher Hügel, aber noch kein Berg. Er konnte hinunter schauen und das Sonnenlicht blendete ihn beinahe. Der Boden war unter ihm ein gelbbrauner erdiger Weg der nach unten in das vor ihm liegende Tal führte. Das Tal bestand aus rechteckig angelegten Feldern in unterschiedlichen gelbtönen. Vor diesem erdigen hintergrund sah er vor sich auf dem Hügel, also ganz nah einen tief-grünen Baum mit dunkelbraunem Stamm. Das Licht fiel nicht durch ihn hindurch, so wie er sich die Szenerie jetzt ansah, aber hätte er sich in die richtige Position gedacht, hätte er die Sonne durch die Blätter sehen können. Im Moment aber war die Sonne direkt neben dem Baum stehend. Er musste nicht blinzeln oder spührte einen ähnlichen Effekt, er konnte sich einfach nur das Bild anschauen für immer , in seinen Gedanken.

Jedoch war er jetzt wieder in seiner dunklen Bar. Sein Gesicht platt gedrückt und halb taub auf einem ekligen Tresen , der nach versifften Resten von Flüßigkeiten und Erdnüssen roch. Er hörte den Regen gegen die Scheiben schlagen und die Uhr ticken. Das lehre Glas vor ihm und der Geschmack von Alkohol in seinem Mund, den er garnicht mochte. Dabei ein Gefühl von Kälte und eine dumpfe Unruhe im Kopf ungefähr im hinteren Teil, rechts, die sich auch auf den Rest seines Körpers auszuweiten drohte. Meist passierte das in den Fingern zuerst und irgendwann schlägt sich das dann auch auf seine Laune aus und er wird ziemlich arrogant und unterträglich gegenüber denen, die sich wenigstens temporär mit ihm abfinden konnten.

“ Ist alles in Ordnung mit dir ? “ , fragte Karin.

Das Prinzip der Schwingungen

Alles schwingt, ständig, asynchron zueinander.

Die Urbanisierung schwingt vom Land zur Stadt und von der Stadt zum Land.

Das Gehaltsniveau schwingt zwischen westlichen Ländern Europas und östlichen Ländern Europas hin und her.

Die Gerechtigkeit die einem wiederfährt scheint unter, manchmal sogar überentwickelt.

Das Meer schwingt auf und ab.

Die Handyklappe geht auf und zu, wie auch die Tür.

Die Sonne geht auf und unter.

Der Mensch wird müde und er wird wach.

Die Matheübung ist katastrophaler verlaufen als das Testat.

Chancen kommen und gehen. Chancen werden genutzt und Chancen bleiben ungenutzt.

Nichts ist von dauer, alles schwingt, alles kehrt wieder zurück und nichts ist ständig.

Wieso ist das so ?

Nun die naturalistischen Themen in dieser Sammlung sind von Gesetzen bestimmt, die nunmal nichts anderes als Veränderung beschreiben und wenn die Gesetze das tun können und wir nicht von Konstanten sprechen, dann ist eine Änderung des Naturphänomens unumgänglich. Das ist bezogen auf den Mond, das Meer und die Sonne.

Urbanisierung und das Gehaltsniveau sind voneinander abhängig. Sind besonders viele Menschen in die Stadt gezogen, dann mindert das das Gehalt, da an den Firmenstandorten zu viele Arbeitskräfte sind. Die Stadt fängt an Slums und Armenviertel zu enthalten, was die Oberschicht dazu bewegt raus aufs Land ( bzw. sogar in andere Länder ) mit weniger Menschen , bzw. mit weniger Menschen mit Anspruch zu ziehen, oder einfach weil das Land einem gefällt.
Diese Arbeitsplätze ziehen wieder Menschen an und es kommt zur partiellen Entstätterung ( nenn ich es mal ). Mit einher geht jedoch auch ein Infrastrukturverlust einher und im Falle des unterpreviligierten Volkes sogar ein Sozialaufbruch, so dass die einst günstigen Arbeiter genau so teuer oder teurer werden als die Städter.

Die Handyklappe muss auf gehen, weil wenn sie nicht aufginge, dann wäre es kein Handy, was ich in der Hand halte, sondern ein zweckloses Ding, welches ohne speziellem Sinn entstanden wurde. Es bildet sich eine Sehnsucht in der Betrachtung dieses Gegenstandes nach Sinn. Wir wollen dem ganzen einen Sinn geben, damit es weiter existieren darf , und wenn es nur ein Symbol für Müßigang und Faulheit wird. Die Handyklappe muss deshalb auf gehen. Sie ist das innere Bestreben des Menschen nach Sinngebung. Man kann sie auch schieben.

Gerechtigkeit , Chancen und die Matheübung stehen in einem Kontext zueinander. Gehe ich in eine Matheübung und möchte vorrechnen, dann ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass ich erfolg habe, wenn ich die Lösung vorbereitet habe. Ist die Lösung hingegen nicht vorbereitet worden, wie in meinem Fall, ist die Wahrscheinlichkeit niedrig, und vor allem unfair gegenüber anderen, die sich schon lange mit dem Problem beschäftigt haben, aber aus Gründen nicht vorrechnen können. Chancen gehen und kommen bedeutet, dass ich die Chance wieder bekommen werde und , dass ich mein persöhnliches Empfinden und vor allem mein Selbstempfinden nicht von Einzelsituationen abhängig machen sollte, die sowieso unfair waren. In dem Testat habe ich abends dann ein Problem gelöst, was mir unlösbar erschien, wie auch in Mathe 1 Tag zuvor geschehen.

Alles gleicht sich also aus, vieles hat der Mensch davon besetzt und manches ist auch natürlich, aber da der Mensch ein der Natur entsprungenes Wesen ist, ist es nicht verwunderlich, dass es sich in diesen natürlichen Kreislauf von hin und herschwingen einfügen möchte. Es ist nach dem finden von Sinn das zweit-stärkste Bedürfniss des Menschen.

Windows Phone OS

Geht es wirklich um das Telefon ? Geht es um die tolle Technik ? Um die Software, die besonders schnell das und jenes besonders effizient mit wenig Speicherausnutzung, bei akzeptabler bis brillianter Qualität schafft ? Geht es darum wie trickreich Probleme gelöst wurden, die ein Produkt wie dieses erst möglich gemacht haben?

Nein es geht nur um : Kann es Photos machen ? Kann es Mp3 abspielen ? Kann man ins Internet ? Kann man Spiele damit spielen ? Kann man 3D Spiele damit spielen ? Kann ich mit anderen zusammen spielen ? Kann ich meine 1000000 Kontakte mitnehmen? ( nicht ob das überhaupt was bringt ) Kann ich Bücher darauf lesen ? ( nicht das das Display viel zu klein dafür wäre)

Es kommt also darauf an, ob die Funktionen da sind. Anders ließen sich auch keine Plagiate verkaufen und die Branche boomt. Thema Iphone, direkter Konkurent. Noch vor der Veröffentlichung hat man auf Verkaufsplatformen Plagiate gefunden, die in keinster Weise mit dem Iphone konkurieren können in den zuerst genannten Kriterien, jedoch in den zweiten. Ja ich kann ein Foto,Video machen und ja ich kann Mp3 hören, sogar per Lautsprecher in Stereo.

Aber niemanden interessierts mehr ob das überhaupt alles soviel Sinn macht, wenn die Funktion schlecht umgesetzt oder sogar unnützerweise umgesetzt wird.

Ich möchte zusammenfassen mit zwei Zitaten.

„Wenn man es nicht nutzt ist es sinnlos.“
– Cube –

„[…] , aber niemand kennt seinen Wert.“
– Oscar Wilde (in Abwandlung) –

Erfahrungen mit einem Spiel

Ein Spiel ,welches mir letztlich in die Hände viel, gab sehr gut darüber Auskunft, was mich wahrscheinlich schon länger bewegt , sogar aufregt.
Die Welt , die ich mir aufgebaut habe , innerhalb einer respektablen Zeit, scheint mir innerhalb einer kleinen Ewigkeit, Stück für Stück, zu zerfallen. Dabei ist jeder Zerfall, den ich miterleben muss, ist er auch noch so klein, aus meinem eigenen Antrieb entstanden.
Deshalb auch suche ich nach neuen Freunden oder Bekanntschaften, nach neuen Landstrichen, nach neuen Ideen und nach neuen Möglichkeiten allgemein, und habe Angst keine zu finden, weil
sie meine einzige Chance sind, dem Zerfall entgegenzutreten.
Würde ich zurück blicken und dort verharren, stünde ich bald in kleinen Trümmerhaufen, die ich nur mit Mühe so zurecht schieben kann, dass sie noch eine Erinnerung bilden, die mich über meine missliche Gegenwart hinwegtrösten. Das wird dem Gesamtbild aber nicht gerecht, welches sich nicht konkret als Momente festhalten lässt, sondern nur als abgeschlossenes Gesamtgefühl, das man wehmütig betrachten kann, an das aber auch mit Freude erinnert wird und gerade dieses Erinnern ist das wichtige, glaube ich.
Wenn ich mich nicht erinnere , dass ich in Rom eine Super-Zeit hatte oder dass ich im Theater als Techniker, wie als Schauspieler ( und ich war Techniker und ich war Schauspieler !! ) wirken durfte, dass ich in München einen Film gedreht habe , und dass ich eine Strasse am 1.Mai entlang gewandert bin mit vielen Promillen oder dass ich in Religion eine sehr gute Note bekommen habe oder dass ich mich das erste Mal in der 8ten Klasse in einer Klassengemeinschaft einfügen konnte und mich als Teil dessen fühlte und dass ich im Tea-kwon-do einmal Vize-Europameister meiner Klasse, einmal einen lokalen Wettbewerb und einmal einen Überregionalen Wettbewerb in einem Formenlauf gut bestreiten konnte, oder dass ich in regelmäßigen Abständen mich mit Freundinnen und Freunden getroffen habe um lange zu reden , zu spielen und dass vieleicht sogar im übertriebenem Maße oder dass ich einen Plan etworfen habe um eine Wand zu bauen oder einen Plan um nach Paris zu kommen oder die Technik zum Rasenmähen geändert habe um schneller zu sein oder es geschafft habe einen Montag im Krankenhaus zu überstehen ( allein ! ) und dann
bei den Einzelheiten verharre und mir sie einzeln immer wieder schwer ins Gedächnis rufen muss und die Gegenwart verdränge und dabei hocken bleiben will, dann werde ich dem nächsten nicht gerecht und dann ist es sogar sehr sehr schlimm, wenn ich mir nichts neues anschaue,denn dann bleibt es bei 800 Zeichen Erinnerung.
Ich muss das Aufschreiben, damit ich mir selbst Mut mache. Ich muss das Aufschreiben und mir ins Bewustsein schreien, dass es richtig ist, dass hinter mir Türme einstürtzen. Wenn es nicht richtig ist, dann werde ich es merken, aber ich werde es tun, weil es wichtig ist und weil ich Angst habe, weil ich nicht weiß was kommt und weil ich nicht weiß ob ich Veränderung will, auch wenn ich es mir selbst geschrieben habe, dass es eigentlich gut ist.

Freude am Leben

Die pure Freude strömt durch einen , sehe ich die neuen Möglichkeiten die auf mich einströmen. Alles neue kommt und alles alte lasse ich im Gedanken zurück.
Es ist gut weiterzukommen , aber auch wichtig daran zu denken, wieso man das , was man nun machen kann, ereicht hat.
Man selbst hat es ereicht. Keine Rede vom falschen oder glücklichem Umstand, die zu dem jetztigen Zustand geführt hat. Nein, es bin ich , ich ganz allein , der dafür sorgte. Auch wenn andere halfen, so war ich der Grund, ohne mich gäbe es keine Hilfe. Auch wenn andere nicht genau hinsahen. Ich habe erkannt, wie ich weiterkomme. In meinem Leben erkenne ich immer ganz genau, was für mich am besten ist, damit ich weiterkomme. Hilfe und auch schlechter Rat ist eine Projektion auf das Verhalten, das ich der Welt entgegenbringe.
Und so werden auch alle Entscheidungen , jedes Tun und Handeln genau dazu führen, was ich beabsichtigt habe und zu nichts anderes, weil ich mein eigener Herr bin, der mit allen Konsequenzen lebt, die mir mein Handeln ergeben.
Ich will nicht werten in diesem Text, wie mein Handeln irgendwas positives oder negatives hervorgebracht hat, sondern davon ausgehen , dass alles Schlechte und auch alles Gute in meinem eigenen Interesse lagen.

Das vollkommen falsche, und das was ich niemals werden will, ist ein Mensch zu sein, der sich treiben lässt und erhofft, dass etwas geschieht, was er selbst so anstreben würde. Er ist ein Nichts, der nicht selbst tut.

Der Mensch der so tut, ist ein Mensch, der sich dazu entschieden hat sich treiben zu lassen , mit all den Annehmlichkeiten , die sich daraus ergeben, wenn man sich selbst nicht mehr unter Kontrolle halten muss, allerdings auch mit all den negativen Seiten.

So ist ein treibender Mensch dazu verdammt zu zu sehen , wie das Leben aller anderen an ihm vorbei laufen. Er selbst steht still und alles andere läuft ihm davon. Mögen es materielle Dinge sein oder metaphysische, es läuft darauf hinaus, dass er nicht frei entscheiden kann ob er diese Dinge berührt, oder nicht.
Der Mensch der frei ist kann diese Dinge natürlich bewusst liegen lassen, ist aber frei in der Entscheidung, muss auch Entscheiden und ist deswegen mündig für sich und seine Entscheidung.
Der bemittleidenswerte ist der Treibende.

Aber in keinem Menschen , dem ich bis jetzt begegnet bin, habe ich jemals eine Antriebslosigkeit erblickt, wie ich sie beschrieb. Es ist ein natürliches Bedürfnis eines jeden Menschen, sich selbst zu bewegen.

// Auch deshalb vieleicht die Fahradtour –> selbst bewegen

Wenn wir Menschen finden, die zu treiben beginnen, dann müssen wir sie motivieren sich selbst zu bewegen. Ein Anstoss ist nicht immer ein Abhängig machen, sondern ist eine Idee , die wir verschenken , an Menschen , die wir für wertig genug erachten, nicht dahin weg zu treiben.

Menschen die uns wichtig sind, sind die, die wir am wenigsten von uns fort lassen wollen, die wir aber lehren müssen davon zu laufen.

Woher wir wissen, was wir wollen.

Das Verlangen nach eigener Erfaltung soll im Menschen so tief liegen, dass es seit seiner Geburt geprägt wird. Die großen Wünsche werden also in einem Alter gebildet, in dem es nicht möglich ist vernünftige Abwägungen zu machen, ob das Gewünschte sich wirklich als Gewünschtes offenbart.
Zumindest wenn man vom logischen Standpunkt aus betrachtet, dass ein Feuerwehrauto als 7 jähriger eine tolle Sache wäre, so ist es mit 43 doch eher unhandlich und nicht haltbar.
Aber ist ein Wunsch denn dann immer unlogisch ? Nein, sage ich, da der Wunsch an sich nicht der Logik obliegt, oder vlt. sogar die Logik in diesem Fall einer so starken Schwankung unterliegt, dass sie sich selbst nicht mehr gerecht wird.
Als Beispiel sei das Feuerwehrauto genommen.
Ein Bänker, der in Frankfurt in einer 2 1/2 Zimmer Wohnung zur Miete wohnt wird kaum Freude daran haben, ein Rettungssanitäter mit Haus in den Vororten von Hamburg jedoch hat gute Chancen eventuell diesen Traum real werden zu lassen.
Der Traum an sich , oder der Wunsch ist also ein Ausdruck vom gebildetetem Interesse oder besser noch eine impulsive Auswahl, die wir bei einem überreichem Angebot auswählen.
Dadurch, und durch die Fähigkeit unser Leben zu gestalten führt zu einer Ausrichtung an dem Wunsch und an dem Willen. Hätten wir nicht die Fähigkeit zur Entscheidung, also die Fähigkeit zu bestimmen, was unser innerstes am sehnlichsten wünscht, dann werden wir ziellos, dann können wir auch nichts schaffen, dann sind wir nicht mehr Mensch.
Die Welt ist voll von solchen, die keinen inneren Wunsch mehr haben.
Wie kann das passieren ? Es liegt vieleicht an dem Überangebot, welches eine Auswahl erschwert oder unmöglich macht. Eventuell entscheidet man sich auch und kann diese aber nicht verfolgen, weil wir von jeder Seite mit Vorschlägen vollgepumpt werden; mit Vorschlägen und Konventionen.
Es gibt Richtlinien, Gesetze und moralische Verhaltensweisen. Diese sind unangefochten Sinnvoll. Aber ein Trend, ein Gruppengefüge und ein massenmarktorientiertes Geschäftsmodell verschleiern das eigene Wunschbild. Diese Dinge drängen an ihre Stelle und möchten dort auch möglichst lange bleiben. Alles im Sinne des Kapitalisten.
Die Frage ist, ob wir mit der Ersatzbefriedigung noch als Mensch gelten, oder als Ersatzmensch, der nach Anleitung kocht, arbeitet, träumt und atmet.