Wunsch und Reue

Was ich jetzt habe, reicht aus. Ich sehe, das einige Dinge sich um mich herum noch unweigerlich ändern werden. Das ist so sicher, wie sonst etwas. Ich kann mich darauf vorbereiten und allein dadurch wird es nur halb so schlimm. Aber schlimm wird es werden und anstrengend und sehr, sehr hart. Aber es sollte auch hart sein und anstrengend uns schlimm. Wäre es das nicht, dann würde nicht das eintreffen, von dem ich ausgehen, sondern irgendetwas anderes. Und das Irgendetwas lässt sich nur schwer vorhersagen. Ich wünsche mir, das ich es schaffe und zwar allein. Ich weiß, das ich es kann. Ich habe alle Voraussetzungen dafür erfüllt. Alles was jetzt noch kommen könnte, ist zusätzlicher Ballast. Und es kann auch noch mal in die eine oder in die andere Richtung ausschwenken, doch ich weiß, das es nicht viel anders sein wird, als jetzt. Und das ist mein Wunsch.

Ich probiere manchmal aus, wie eine Variante meines zukünftigen Lebens aussehen könnte. Das sind dann Wünsche oder externe Anregungen, die ich in Realität umsetze. In manchen Fällen gehe ich wohl nicht weit genug oder ich tue etwas falsches. Vielleicht tue ich auch alles richtig, nur die Variante passt nicht zu mir. Eine schwierige Aussage, ich weiß, denn was hindert mich daran, das ich mich anpasse. Oder bin ich schon nicht mehr zur Anpassung fähig? Ein gruseliger Gedanke, das es zu spät ist, noch etwas zu ändern. Das man eine bestimmte, unsichtbare Grenze überschritten hat, ohne es zu merken. In nicht wenigen dieser Varianten, die diese vorhersehbare Zukunft abbilden, konnte ich bereits erleben, wie hart sie werden wird. Nicht selten folgte darauf eine Art Schutzreaktion, die das absolute Gegenteil benötigte. Diese Art der Reue, die entweder ein Ausdruck eines „wahren Ichs“ oder einer Charaktereigenschaft, die unstetig und unsicher ist, ist, bedroht meine Zukunft. Sie macht es nicht leichter das zu akzeptieren, was kommen wird. Trotzdem will ich mich nicht unehrlich geben und in gespielter Ignoranz vor den Dingen verstecken, die, wenn auch hart, notwendig sind und kommen werden. Vielleicht behindert es meinen eigenen Fortschritt in gewisser Weise und vielleicht oder auch sehr wahrscheinlich wird man in einer Art Rückschau irgendwann sehr deutlich sehen, das ich viele große Fehler gemacht haben werde. Nur es ist die Wahl diese Fehler mit offenen Augen und reumütig zu begehen oder in schlechter Absicht.

 

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