Tag 0

Ich bin angekommen.
Die Insel, auf der ich mich befinde, ist unbekannt und liegt in einer Klimazone, die keinen großen Unterschied in den Jahreszeiten kennt. Sie wurde für mich von einem französischen Reiseunternehmen ausgewählt, welches sich auf Individualtourismus spezialisiert hat.
Mein Gepäck beinhaltet nichts, außer dem, was ich an meinem Körper an Kleidung trage. Im Moment habe ich ein orangenes T-Shirt, eine beige weite Hose mit einigen Taschen, Sandalen und eine Boxershort an. Auf meinem Kopf trage ich zudem einen weißen Strohhut mit schwarzer Krempe.
Die Küste, an der man mich mit einem Schnellboot gebracht hat, ist felsig und nicht so wie man sich einen Strand auf einer tropischen Insel zum Beispiel vorstellt. Die Füße würden mir ohne meine Sandalen wahrscheinlich sehr schnell weh tun. Angrenzend zum kieseligen Strand schließt eine Art Wald, der aber durchbrochen wird von vielen Lichtungen und erst mit der Zeit dichter zu scheinen wird. Ich hatte vor hier zu bleiben, aber durch die Beschaffenheit des Bodens wird daraus nichts. Der Wald bietet mir wohl für diesen Tag geeigneteren Boden. Also gehe ich in Richtung Wald.
Was zu meiner Idee zunächst gehört ist eine Art Behelfswerkzeug. Ich habe nicht vor diesen Ort schnell wieder zu verlassen. Deswegen will ich mir ein Messer machen, eine Axt und etwas zum Graben, sowie eine Möglichkeit etwas zu jagen. Alles was scharf sein soll, mache ich mir zunächst mit Hilfe zweier Steine. Zurück also zum Strand. Die meisten Steine sind hier sehr klein und ich brauche einen sehr großen und einen, der zwar groß, aber in der Hand zu halten ist. Ich finde einen sehr großen Felsen ungefähr 2 km von meiner Lichtung entfernt. Das Problem ist der Felsen, den ich daran stoßen will. Die meisten Steine hier sind entweder sehr groß und eher Felsen, die anderen sehr klein, eher Kiesel. In der Umgebung finde ich sonst nichts und deswegen versuche ich einen kleinen Stein. Mit den Fingern schlage ich ihn seitlich an dem großen Felsen vorbei. Dabei muss ich aufpassen, dass ich nicht mit der Hand zwischen die Steine gerate. Es passiert mir trotzdem. Die Hand tut weh, es ist aufgeratscht und blutet. Ich lasse es zunächst mit den Steinen. Die Lichtung an meiner Landestelle unterscheidet sich nicht von der Lichtung, die ich hier finde. Deswegen bleibe ich. Das nächste was ich neben dem Werkzeug brauche, wäre die Nahrungsbeschaffung und eine Möglichkeit die Nacht zu verbringen. Durch mein Reiseunternehmen wurde mir im vornerein versichert, dass es auf dieser Insel keine Tiere gibt, die mir durch ihre Größe gefährlich würden und vor allem dabei noch Jäger sind. Dafür ist die Insel nicht groß genug und auch nicht in der richtigen Klimazone. Da es trotzdem noch allerlei anderes Getier geben kann, auch giftiges oder einfach lästiges, brauche ich für die nächste Zeit eine sichere und vlt. auch komfortable Behausung. Für heute sollte es der Übergang von Lichtung zum Strand sein, so dass ich noch nicht gänzlich im Wald verschwinde. Die Nahrungsbeschaffung ist dabei zunächst beschränkt auf alles pflanzliche.
Der Wald bietet mir dabei im ersten Blick nicht sehr viel. Ich finde die allgegenwärtige Palme, an der es auch Nüsse gibt, die mir im Moment jedoch noch unerreichbar sind. Gehe ich etwas an den Rand meiner Lichtung fällt mir ein Baum auf, an dem es gelbe, Papaya nicht unähnliche Früchte gibt. Sie sind sauer, aber nicht bitter. Ich vermute sie sind noch nicht ganz reif. Deswegen verzichte ich im Moment noch darauf, behalte sie aber im Hinterkopf. Ansonsten ist nicht viel passiert auf meiner Insel. Ich mag das Meer, wenn ich hier liege und nach oben zum Mond schauen kann. Was ich nicht mag sind die Insekten, von denen es hier unendlich viele zu geben scheint. In meiner Not habe ich mein Gesicht mit Hilfe der Boxer verdeckt, damit ich zur Ruhe kommen kann. Morgen versuche ich das mit dem Stein nochmal. Ich möchte mir eine Erhöhung bauen, eine Art Podest. Außerdem plane ich die Insekten zum Fische fangen zu nutzen. Das wichtigste Ziel jedoch wäre noch ein Feuer zu machen. Das ist schwierig und ist mir noch nicht einmal früher mit einem Feuerstahl gelungen. Hier ohne alle Hilfsmittel wird es schwierig werden.

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